Ein Hydraulik Mengenteiler ist ein Ventil, das eine entscheidende Aufgabe übernimmt: Es teilt einen einzelnen Öl-Volumenstrom, der von einer Pumpe kommt, in zwei oder mehr separate Teilströme auf – in der Regel in gleich große. Seine Hauptaufgabe ist es, den Synchronlauf von mehreren Hydraulikzylindern oder -motoren sicherzustellen, selbst wenn diese ganz unterschiedlich belastet werden.
Was ist ein Hydraulik Mengenteiler und wozu dient er?
In der Hydraulik dreht sich alles um die präzise Steuerung von Kräften und Bewegungen. Stellen Sie sich eine Kfz-Hebebühne mit vier Hubzylindern vor. Würde man das Öl von der Pumpe einfach mit T-Stücken an die Zylinder leiten, würde es sich den Weg des geringsten Widerstands suchen. Der Zylinder mit der kleinsten Last würde als Erster ausfahren und das Fahrzeug in eine gefährliche Schieflage bringen.
Genau an dieser Stelle kommt der Hydraulik Mengenteiler ins Spiel. Er funktioniert wie ein mechanischer Dirigent, der den ankommenden Ölfluss zwangsweise und präzise aufteilt. So wird sichergestellt, dass jeder angeschlossene Zylinder oder Motor exakt die gleiche Menge Hydrauliköl erhält und sich synchron bewegt, völlig unabhängig von den Lastunterschieden.
Die Kernaufgabe im Hydrauliksystem
Die zentrale Funktion eines Mengenteilers ist die Gewährleistung des Gleichlaufs. Ohne diese Komponente wäre der Betrieb vieler komplexer Maschinen undenkbar. Diese Fähigkeit, einen Volumenstrom exakt zu teilen, ist fundamental für:
- Sicherheit: Ein Mengenteiler verhindert unkontrollierte Bewegungen und gefährliche Schrägstellungen, was bei Hebe- und Kippanwendungen kritisch ist.
- Präzision: Er ermöglicht die synchrone Steuerung mehrerer Aktoren, was für Werkzeugmaschinen oder landwirtschaftliche Geräte unerlässlich ist.
- Effizienz: Die Leistung des Systems wird optimiert, da die Energie der Hydraulikpumpe gezielt und gleichmäßig verteilt wird.
Ein Hydraulik Mengenteiler ist somit mehr als ein simples Verteilerstück. Er ist eine präzise Komponente, die die Steuerbarkeit und Zuverlässigkeit einer gesamten Hydraulikanlage entscheidend verbessert.
Eine Analogie zur Funktionsweise
Um das Prinzip greifbarer zu machen, stellen Sie sich den Mengenteiler wie eine Reihe identischer Wassermühlen vor, die alle auf einer einzigen, starren Welle montiert sind. Trifft ein großer Wasserstrom auf diese Konstruktion, teilt er sich auf die einzelnen Mühlenräder auf. Weil alle Räder durch die Welle fest miteinander verbunden sind, müssen sie sich zwangsläufig mit derselben Geschwindigkeit drehen. Jedes Wasserrad lässt dadurch pro Umdrehung genau die gleiche Menge Wasser durch und leitet diese in einen separaten Kanal weiter.
Genau dieses Prinzip der starren mechanischen Kopplung ist das Herzstück des gängigsten Mengenteiler-Typs – des Zahnradmengenteilers. Es sorgt dafür, dass der eingehende Volumenstrom nicht dem geringsten Widerstand folgt, sondern nach einem fest definierten mechanischen Verhältnis aufgeteilt wird.
Die richtige Auswahl und der korrekte Einsatz des Bauteils sind entscheidend für die Funktionalität. Auf Plattformen wie Partbase finden Techniker und Einkäufer eine breite Auswahl an Hydraulikkomponenten, um für jede Anwendung die passende Lösung zu finden.
Ein Blick ins Innere: Wie Mengenteiler funktionieren
Um zu verstehen, wie präzise ein Hydraulik-Mengenteiler arbeitet, ist ein Blick auf seine innere Mechanik erforderlich. Das Prinzip lässt sich am besten am gängigsten Typ erklären: dem Zahnradmengenteiler. Seine Konstruktion ist ebenso genial wie robust und bildet das Herzstück vieler Synchronsteuerungen.
Im Kern eines solchen Mengenteilers finden sich mindestens zwei – oft aber auch mehrere – hochpräzise gefertigte Zahnradsätze. Jeder Satz sitzt in seiner eigenen Kammer, doch alle sind auf einer einzigen, durchgehenden Welle montiert. Diese starre mechanische Kopplung ist der Schlüssel zur Funktion. Sie zwingt jedes einzelne Zahnrad dazu, sich mit exakt der gleichen Geschwindigkeit zu drehen.
Der Weg des Öls durch den Mengenteiler
Das unter Druck stehende Hydrauliköl von der Pumpe trifft am Eingang (P-Anschluss) des Mengenteilers ein. Dort wird es auf die Eingangskammern der einzelnen Zahnradsektionen verteilt. Das einströmende Öl drückt gegen die Zahnflanken und setzt die Zahnräder in Bewegung.
Weil alle Zahnräder durch die Welle fest miteinander verbunden sind, drehen sie sich absolut synchron. Jedes Zahnradpaar fördert das Öl von der Eingangs- auf die Ausgangsseite seiner Kammer. Mit jeder Umdrehung fördert jede Sektion eine exakt definierte und identische Ölmenge – das sogenannte Schluckvolumen. Dieses präzise dosierte Öl strömt dann zu den separaten Ausgängen, die zu den einzelnen Verbrauchern, wie etwa Hydraulikzylindern, führen.
Im deutschen Maschinenbau sind diese Bauteile von hoher Bedeutung. Zahnradmengenteiler haben sich aufgrund ihrer Kompaktheit und einer Teilungsgenauigkeit von typischerweise ±1,5 % bis 3 % durchgesetzt. Diese Präzision sorgt für eine zuverlässige Aufteilung des Volumenstroms und verbessert die Steuerbarkeit hydraulischer Systeme erheblich. Moderne Ausführungen sind oft modular aufgebaut und halten einem Betriebsdruck von bis zu 250 bar stand. Mehr technische Details dazu finden Sie in den ausführlichen Erläuterungen zu Mengenteilern auf hydrobar.de.
Intelligente Ventile für höchste Präzision
Obwohl die mechanische Kopplung für eine hohe Genauigkeit sorgt, können in der Praxis Abweichungen auftreten. Ursachen sind unterschiedliche Drücke an den Ausgängen oder minimale interne Leckagen, die bei Hydraulikkomponenten unvermeidbar sind. Um diese Effekte auszugleichen und eine noch höhere Gleichlaufpräzision zu erzielen, sind hochwertige Mengenteiler mit Zusatzventilen ausgestattet.
Diese integrierten Ventile fungieren als Korrekturmechanismen. Sie gleichen aktiv Ungenauigkeiten aus und sichern einen stabilen Gleichlauf auch unter schwierigen Bedingungen.
Besonders wichtig werden diese Ventile, wenn bei einer Anwendung mit mehreren Zylindern einer bereits seine Endlage erreicht hat, während die anderen noch fahren.
Wichtige integrierte Ventile im Überblick:
- Phasenausgleichsventile: Diese Ventile aktivieren sich bei Druckunterschieden zwischen den Sektionen. Sie erlauben einen minimalen Ölaustausch zwischen den Kammern, um die Synchronität über den gesamten Hub zu erhalten.
- Nachsaug- und Druckbegrenzungsventile: Blockiert ein Zylinder oder erreicht seine Endlage, steigt der Druck in diesem Zweig stark an. Ein integriertes Druckbegrenzungsventil leitet den Überschuss sicher zum Tank ab und schützt den Mengenteiler. Gleichzeitig könnte auf der Gegenseite ein Unterdruck (Kavitation) entstehen. Hier öffnet das Nachsaugventil und zieht Öl aus der Tankleitung an, um schädliche Hohlräume zu verhindern.
Diese Kombination aus starrer Mechanik und intelligenter Ventiltechnik macht den Hydraulik-Mengenteiler zu einer extrem zuverlässigen Komponente für präzise Synchronisationsaufgaben. Bei der Auswahl des richtigen Modells für Ihre Anwendung hilft eine Plattform wie Partbase, die einen umfassenden Überblick über verfügbare Varianten und Hersteller bietet.
Die unterschiedlichen bauarten im direkten vergleich
Die Wahl des passenden Mengenteilers ist entscheidend, da nicht jede Bauart für jede hydraulische Aufgabe geeignet ist. Die konkreten Anforderungen an Druck, Genauigkeit und Robustheit bestimmen, welcher Typ die beste Leistung erbringt.
Auf dem Markt existieren drei Hauptkategorien: Zahnrad-, Kolben- und Schiebermengenteiler. Jeder dieser Typen hat spezifische Stärken, die ihn für bestimmte Einsatzbereiche prädestinieren. Ein direkter Vergleich hilft, eine Auswahl zu treffen, die auf die jeweilige Maschinensteuerung abgestimmt ist.
Zahnradmengenteiler: der standard für viele anwendungen
Zahnradmengenteiler sind die am weitesten verbreitete Bauart. Ihre Funktion basiert auf mechanisch gekoppelten Zahnradsätzen – eine robuste und relativ einfache Konstruktion. Das macht sie zu einer kostengünstigen und zuverlässigen Lösung für eine Vielzahl von Standardanwendungen.
Ihre größten Vorteile sind die kompakte Bauweise und die breite Verfügbarkeit. Sie eignen sich für mittlere Druckbereiche und liefern eine solide Teilgenauigkeit, die für die meisten Synchronlauf-Anforderungen, wie bei Hebebühnen oder Förderanlagen, ausreicht. Ein Nachteil: Sie reagieren etwas empfindlicher auf Druckunterschiede zwischen den Ausgängen, was die Genauigkeit beeinflussen kann.
Kolben- und schiebermengenteiler: wenn höchste präzision gefragt ist
Für maximale Genauigkeit sind Kolben- oder Schiebermengenteiler die erste Wahl. Anders als beim Zahnradprinzip arbeiten diese Spezialisten mit linear bewegten Kolben oder Steuerschiebern, die das Ölvolumen präzise verdrängen.
- Kolbenmengenteiler: Vergleichbar mit einer Reihenkolbenpumpe, sind mehrere Kolben über eine Taumelscheibe oder Kurbelwelle verbunden und verdrängen bei jeder Hubbewegung exakt definierte Ölvolumina. Sie bieten die höchste Teilgenauigkeit (oft unter ±1 %) und eignen sich für Hochdruckanwendungen.
- Schiebermengenteiler: Bei dieser Bauart übernehmen präzise gefertigte Steuerschieber die Aufteilung. Sie werden durch den Ölstrom bewegt und öffnen und schließen wechselseitig die Kanäle. Auch sie erreichen eine sehr hohe Genauigkeit, sind aber oft komplexer im Aufbau und empfindlicher gegenüber Verunreinigungen im Hydrauliköl.
Beide Typen sind in der Anschaffung teurer und erfordern eine höhere Ölreinheit als Zahnradmengenteiler. Ihr Einsatz ist daher vor allem dort sinnvoll, wo absolute Präzision unverzichtbar ist, zum Beispiel bei hochgenauen Werkzeugmaschinen oder auf Prüfständen.
Das folgende Bild veranschaulicht, wie sich verschiedene Mengenteiler-Modelle in ihren Leistungsdaten, etwa bei Durchflussrate und Druckbereich, unterscheiden können.
Die Grafik macht deutlich: Unterschiedliche Modelle sind für verschiedene Leistungsklassen konzipiert. Das unterstreicht die Wichtigkeit einer sorgfältigen und anforderungsgerechten Auswahl.
Vergleich der Mengenteiler-Typen
Zur Erleichterung der Auswahl fasst die folgende Tabelle die wichtigsten Eigenschaften und typischen Einsatzgebiete der gängigen Bauarten zusammen.
Typ | Funktionsprinzip | Teilgenauigkeit (ca.) | Typischer Druckbereich | Hauptvorteile | Ideale Anwendungsfälle |
---|---|---|---|---|---|
Zahnradmengenteiler | Gekoppelte Zahnräder | ±1,5 % bis 3 % | Mittel bis hoch | Robust, kostengünstig, kompakt | Hebebühnen, Förderanlagen, Landmaschinen |
Kolbenmengenteiler | Gekoppelte Kolben | < ±1 % | Hoch bis sehr hoch | Höchste Präzision, druckunabhängig | Werkzeugmaschinen, Prüfstände, Spezialfahrzeuge |
Schiebermengenteiler | Gesteuerte Schieber | ±1 % bis 2 % | Mittel | Hohe Genauigkeit, gute Dynamik | Systeme mit variablen Lasten, Lenksysteme |
Diese Übersicht zeigt, dass es keinen universellen Mengenteiler gibt. Die optimale Wahl ist ein Kompromiss aus technischer Notwendigkeit, geforderter Genauigkeit und Budget.
Sonderformen und anpassungen
Neben den drei Hauptgruppen existieren spezialisierte Modelle. In Deutschland sind hydraulische Mengenteiler ein zentraler Baustein in der Fluidtechnik. Varianten mit 3 bis 8 Sektionen sind keine Seltenheit, um komplexe Systeme zu versorgen.
Wichtige Sonderformen sind:
- Asymmetrische Teilung: Viele Modelle realisieren feste Verhältnisse wie 60/40 oder 70/30, wenn der Volumenstrom nicht 50/50 geteilt werden soll.
- Mehrsektions-Teiler: Für Maschinen mit vielen gleichzeitig laufenden Antrieben gibt es Teiler mit vier, sechs, acht oder mehr Ausgängen.
Die Auswahl des richtigen Mengenteilers ist ein kritischer Prozess, der die Effizienz des gesamten Systems beeinflusst. Ein tiefgehendes Verständnis der verschiedenen Hydraulikventile ist dabei ein Vorteil. Auf Plattformen wie Partbase können Sie Modelle und Hersteller vergleichen, um das passende Bauteil für Ihre Anwendung zu finden.
So wählen Sie den richtigen Mengenteiler aus
Die Wahl des richtigen Mengenteilers ist entscheidend für die Planung einer Hydraulikanlage. Eine falsche Auslegung kann die Leistung reduzieren, zu vorzeitigem Verschleiß führen und ein Sicherheitsrisiko darstellen. Ein strukturierter Auswahlprozess führt zielsicher zur richtigen Entscheidung.
Der Prozess beginnt mit der genauen Analyse der Systemanforderungen. Bevor konkrete Modelle in Betracht gezogen werden, müssen die grundlegenden Betriebsparameter definiert sein.
Ermittlung der grundlegenden Betriebsparameter
Die folgenden Kennzahlen bilden die Basis für die Auslegung:
- Gesamtvolumenstrom: Wie viel Öl liefert Ihre Pumpe pro Minute (l/min)? Der Mengenteiler muss diesen Strom verarbeiten können.
- Maximaler Systemdruck: Welcher höchste Druck (in bar) kann in der Anlage auftreten? Der Mengenteiler muss für diesen Druck ausgelegt sein.
- Anzahl der Ausgänge: Wie viele Verbraucher (Zylinder, Motoren) sollen synchron versorgt werden?
- Gewünschtes Teilungsverhältnis: Soll der Volumenstrom gleichmäßig (50/50) oder ungleichmäßig (60/40) aufgeteilt werden?
Diese Basisdaten sind untrennbar mit der Leistung der vorgeschalteten Pumpe verbunden. Eine Übersicht über verschiedene hydraulische Pumpen und ihre Leistungsklassen finden Sie auf Partbase, was die Auswahl der Versorgungseinheit erleichtert.
Berechnung des Schluckvolumens und der Überdimensionierung
Nachdem die Grundparameter feststehen, wird das spezifische Schluckvolumen (in cm³/U) für jede Sektion des Mengenteilers ermittelt. Das Schluckvolumen gibt an, wie viel Öl eine Sektion pro Umdrehung fördert.
Rechenbeispiel:Ein Gesamtvolumenstrom von 60 l/min soll gleichmäßig (50/50) auf zwei Zylinder verteilt werden. Jeder Ausgang benötigt 30 l/min.
- Volumenstrom pro Sektion: 60 l/min / 2 = 30 l/min
- Umrechnung in cm³/min: 30 l/min × 1000 = 30.000 cm³/min
- Annahme einer Drehzahl: Die Drehzahl im Mengenteiler ist von Druck und Viskosität abhängig. Ein praxisnaher Richtwert ist 1500 U/min.
- Schluckvolumen berechnen: 30.000 cm³/min / 1500 U/min = 20 cm³/U pro Sektion.
Benötigt wird also ein Mengenteiler mit zwei Sektionen von je ca. 20 cm³/U Schluckvolumen.
Es ist empfehlenswert, den Mengenteiler um 10–15 % überzudimensionieren. Dies schafft eine Pufferzone, verhindert den Betrieb am Leistungslimit und gleicht interne Leckagen aus, die mit steigendem Druck und zunehmendem Alter auftreten.
Diese Reserve sorgt für eine längere Lebensdauer und einen stabileren Betrieb.
Weitere wichtige Auswahlfaktoren
Neben den Leistungsdaten sind weitere Faktoren für die Zuverlässigkeit relevant.
- Viskosität und Betriebstemperatur: Die Viskosität des Hydrauliköls ändert sich mit der Temperatur. Kaltes, zähflüssiges Öl erhöht den Widerstand, während heißes, dünnflüssiges Öl die interne Leckage vergrößert. Beides beeinträchtigt die Teilgenauigkeit. Der Mengenteiler muss für den Viskositätsbereich ausgelegt sein, den das Öl bei Betriebstemperatur aufweist.
- Materialwahl: Das Gehäusematerial ist entscheidend für die Robustheit. Die Wahl hängt von Umgebung und Druck ab.Aluminium: Leicht, gute Wärmeleitung, kostengünstig. Ideal für Standardanwendungen in der Mobilhydraulik und bei moderaten Drücken.Gusseisen (Stahlguss): Robuster, druckfester, unempfindlicher gegen Vibrationen. Die erste Wahl für raue Industrieumgebungen, hohe Drücke und stationäre Anlagen.
Eine sorgfältige Abwägung dieser Punkte stellt sicher, dass ein Hydraulik Mengenteiler ausgewählt wird, der langfristig zuverlässig arbeitet. Eine breite Auswahl an Modellen und Materialien finden Sie bei spezialisierten Anbietern wie Partbase.
Typische Anwendungen in der Praxis
Hydraulik-Mengenteiler bewähren sich täglich in Werkshallen, auf Baustellen und in der Landwirtschaft – überall dort, wo ihre Fähigkeit zur präzisen Volumenstromteilung konkrete mechanische Probleme löst. Immer wenn mehrere Antriebe synchron und lastunabhängig arbeiten müssen, ist ein Mengenteiler oft die zuverlässigste Lösung.
Kfz-Hebebühnen und Hubsysteme
Ein typisches Beispiel ist die Hebebühne mit mehreren Zylindern in Kfz-Werkstätten. Hier arbeiten meist zwei oder vier Hubzylinder zusammen. Ein Auto ist selten gleichmäßig ausbalanciert; der Motor macht die Front schwerer als das Heck.
- Das Problem: Ohne Mengenteiler würde das Hydrauliköl dem Weg des geringsten Widerstands folgen. Der Zylinder am leichteren Heck würde zuerst ausfahren, was zu einer gefährlichen Schräglage führen würde.
- Die Lösung: Ein 2-fach oder 4-fach-Mengenteiler teilt den Ölfluss der Pumpe exakt gleichmäßig auf alle Zylinder auf und erzwingt einen mechanischen Gleichlauf.
- Der Nutzen: Das Fahrzeug wird horizontal angehoben, unabhängig von der Gewichtsverteilung. Dies gewährleistet maximale Sicherheit.
Dieses Prinzip findet sich auch bei Hubtischen und Scherenhebebühnen.
Landtechnik und Agrarmaschinen
In der modernen Landwirtschaft ist Präzision entscheidend. Beim Säen muss das Saatgut über die gesamte Maschinenbreite gleichmäßig verteilt werden. Viele große Sämaschinen und Düngerstreuer nutzen hydraulische Antriebe für die Dosiereinheiten.
Ein Hydraulik-Mengenteiler fungiert hier als mechanischer Taktgeber. Er stellt sicher, dass jede Säeinheit exakt die gleiche Menge Saatgut ausbringt, was zu homogenem Pflanzenwachstum und besserem Ernteerfolg führt.
Mengenteiler sind auch bei großen Mähwerken oder bei der synchronen Steuerung der Ausleger von Feldspritzen unverzichtbar.
Nutzfahrzeuge und Mobilhydraulik
Die Mobilhydraulik ist ein weiteres klassisches Einsatzgebiet. Große Kipper nutzen mehrere Kippzylinder, um schwere Lasten zu heben.
- Problem: Eine ungleichmäßige Ladung würde ohne Synchronsteuerung den Fahrzeugrahmen verwinden.
- Lösung: Ein robuster Mengenteiler stellt sicher, dass alle Kippzylinder synchron ausfahren und die Kraft gleichmäßig eingeleitet wird.
- Nutzen: Längere Lebensdauer des Fahrzeugs und ein sicherer Kippvorgang.
Sie spielen auch in Lenksystemen von Spezialfahrzeugen, bei der Steuerung von Abstützzylindern an Kränen und bei der Synchronisation von Fahrantrieben eine Schlüsselrolle. Für diese rauen Einsatzbedingungen müssen alle Komponenten, einschließlich der Hydraulikleitungen und -rohre, besonders widerstandsfähig sein.
Industrielle Fertigung und Werkzeugmaschinen
In der Industrieautomation ermöglichen Mengenteiler hochpräzise und wiederholgenaue Bewegungsabläufe. Beispiele sind:
- Förderanlagen: Synchronisation mehrerer hydraulischer Förderbandantriebe für einen gleichmäßigen Materialfluss.
- Werkzeugmaschinen: Paralleles Bewegen von Vorschubeinheiten oder Spannvorrichtungen zur exakten Positionierung von Werkstücken.
- Pressen und Umformtechnik: Gewährleistung eines parallelen Hubs bei großen Pressen für eine gleichmäßige Druckverteilung.
In all diesen Fällen sichert der Mengenteiler die Prozessstabilität und Produktqualität. Techniker und Einkäufer finden bei Partbase eine große Auswahl an passenden Komponenten, inklusive Zubehör.
Einbau, Wartung und Fehlersuche
Ein fachgerechter Einbau und regelmäßige Wartung sind die Grundlage für einen präzisen, langlebigen und störungsfreien Betrieb. Vernachlässigungen in diesem Bereich führen zu Leistungseinbußen, vorzeitigem Verschleiß und kostspieligen Ausfällen.
Dieser Abschnitt bietet Praxistipps zur Montage, Wartung und systematischen Fehlersuche.
Korrekter Einbau und Positionierung
Der Mengenteiler wird in der Regel direkt hinter der Hydraulikpumpe und vor den zu synchronisierenden Verbrauchern (Zylinder, Motoren) positioniert. Eine vibrationsarme Montage und ein spannungsfreier Anschluss der Leitungen sind wichtig, da mechanische Verspannungen die interne Mechanik beschädigen können.
Das oberste Gebot beim Einbau ist absolute Sauberkeit!
Kleinste Schmutzpartikel, die beim Anschluss der Leitungen ins System gelangen, können die hochpräzisen Komponenten im Teiler beschädigen. Dies führt zu erhöhtem Lecköl, ungenauer Teilung und letztlich zum Totalausfall.
Verwenden Sie sauberes Werkzeug und verschließen Sie offene Anschlüsse sofort. Nach dem Einbau ist das gründliche Entlüften des Systems zwingend erforderlich, da Lufteinschlüsse zu unruhigem Lauf und Geräuschen führen.
Wartung und regelmäßige Inspektion
Ein Hydraulik-Mengenteiler ist robust, aber nicht wartungsfrei. Regelmäßige Überprüfungen sind für eine lange Lebensdauer unerlässlich.
Checkliste für die Routinekontrolle:
- Sichtprüfung: Überprüfen Sie den Teiler und seine Anschlüsse regelmäßig auf Leckagen. Tropfenbildung erfordert den Austausch der Dichtung.
- Ölqualität und Filter: Halten Sie die Wechselintervalle für Öl und Filter strikt ein. Verunreinigtes Öl ist die häufigste Ausfallursache.
- Geräuschprüfung: Achten Sie auf Veränderungen im Betriebsgeräusch. Kreischen oder Heulen kann auf Kavitation oder einen mechanischen Schaden hindeuten.
- Temperaturcheck: Eine ungewöhnlich hohe Temperatur ist oft ein Signal für Überlastung oder erhöhte interne Reibung durch Verschleiß.
Fehlerdiagnose und systematische Behebung
Bei Problemen ist eine systematische Vorgehensweise erforderlich, um kostspieligen und ineffizienten Teiletausch zu vermeiden.
Problem | Mögliche Ursache | Lösungsansatz |
---|---|---|
Ungenauer Gleichlauf | • Stark unterschiedliche Lasten an den Ausgängen• Interne Leckage durch Verschleiß• Falsche Viskosität des Öls | • Einsatz von Druckwaagen oder Mengenteiler mit Phasenausgleich• Überprüfung des Mengenteilers, ggf. Austausch• Verwendung des vom Hersteller empfohlenen Hydrauliköls |
Laute Betriebsgeräusche | • Luft im System (Kavitation)• Zu niedriger Zulaufdruck (Saugprobleme)• Mechanischer Schaden (z.B. Lagerschaden) | • System sorgfältig entlüften• Leitungsquerschnitte und Saugfilter der Pumpe prüfen• Komponente umgehend außer Betrieb nehmen und prüfen/ersetzen |
Ein Zylinder bewegt sich nicht | • Blockade im Hydraulikzweig• Defektes Druckbegrenzungsventil• Interne Blockade im Mengenteiler | • Leitungen und Zylinder auf Blockaden prüfen• Funktion des DBV kontrollieren• Mengenteiler ausbauen und auf Freigängigkeit prüfen |
Eine schnelle und präzise Diagnose spart Zeit und Kosten. Wenn Sie Ersatzteile benötigen, bieten Plattformen wie Partbase einen schnellen Überblick und Zugriff auf ein breites Sortiment an Hydraulikkomponenten.
Häufig gestellte fragen zu hydraulik mengenteilern
In der Praxis treten wiederkehrende Fragen zu Hydraulik Mengenteilern auf. Hier finden Sie präzise Antworten.
Wie genau ist ein Zahnradmengenteiler wirklich?
Unter idealen Bedingungen erreichen Standard-Zahnradmengenteiler eine Teilgenauigkeit von ±1,5 % bis ±3 %. In der Praxis wird diese Genauigkeit von externen Faktoren beeinflusst, wie Druckunterschieden an den Ausgängen, schwankenden Öltemperaturen (Viskosität) und internem Verschleiß.
Für höchste Genauigkeitsanforderungen sind Modelle mit integrierten Druckausgleichsventilen oder die technisch aufwendigeren Kolbenmengenteiler besser geeignet.
Kann ich einen Mengenteiler auch rückwärts als Mengensummierer betreiben?
Ja, die meisten Zahnradmengenteiler sind symmetrisch konstruiert und können daher umgekehrt als Mengensummierer eingesetzt werden. Dabei werden zwei oder mehr Ölströme in die Anschlüsse geleitet, die sonst als Ausgänge dienen. Die Teilströme werden zusammengeführt und am ursprünglichen Eingang steht ein summierter Gesamtvolumenstrom zur Verfügung. Dies ist nützlich, um beispielsweise die Geschwindigkeit eines einzelnen Hydraulikmotors zu verdoppeln, indem die Ölströme von zwei Pumpenkreisläufen kombiniert werden.
Was passiert, wenn bei einer Gleichlaufschaltung ein Zylinder blockiert?
Wenn ein Zylinder blockiert oder seine Endlage erreicht, während ein anderer weiterlaufen soll, entsteht eine extreme Druckdifferenz. Der Druck im blockierten Kreislauf steigt sofort bis zum maximalen Systemdruck an.
Um Schäden am Hydraulik Mengenteiler oder anderen Komponenten zu vermeiden, muss jeder einzelne Ausgangszweig mit einem separaten Druckbegrenzungsventil (DBV) abgesichert sein. Dieses Ventil leitet den Überdruck sicher in den Tank ab und schützt die Anlage.
Warum macht mein Mengenteiler laute Geräusche?
Laute, kreischende oder heulende Geräusche sind fast immer ein Alarmsignal für Kavitation. Dies bedeutet, dass der Zulaufdruck am Eingang des Mengenteilers zu niedrig ist. Es bilden sich Dampfblasen im Öl, die schlagartig implodieren und die Geräusche verursachen.
- Mögliche Ursachen: Eine zu eng dimensionierte Saugleitung zur Pumpe oder Luft im System durch Undichtigkeiten.
- Lösung: Überprüfen Sie den gesamten Kreislauf auf Dichtheit und entlüften Sie ihn sorgfältig. Fortgeschrittener Verschleiß oder der Betrieb außerhalb der Spezifikationen können ebenfalls die Ursache sein.
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