Der aufbau eines hydraulikzylinders ist ein zentrales Element der Ingenieurskunst, das auf einem klaren mechanischen Prinzip beruht: Hydraulischer Druck wird in lineare Kraft umgewandelt. Im Kern besteht ein Hydraulikzylinder aus einem Zylinderrohr, einem beweglichen Kolben mit Kolbenstange und einem Dichtungssystem, das die Funktionalität auch unter extremem Druck sicherstellt.
Jede einzelne Komponente ist für einen zuverlässigen Betrieb entscheidend.
Das grundprinzip eines hydraulikzylinders
Ein Hydraulikzylinder fungiert als mechanischer Aktuator. Er ist das Herzstück unzähliger hydraulischer Systeme und seine Hauptaufgabe ist es, die Energie einer Hydraulikflüssigkeit – meist von einer Pumpe unter Druck gesetzt – in eine kontrollierte, geradlinige Bewegung umzusetzen. Diese Fähigkeit, hohe Kräfte präzise zu steuern, macht ihn in der Industrie und im Maschinenbau unersetzlich.
Der Zylinder ist eine druckfeste Kammer, in die Flüssigkeit geleitet wird, um einen Kolben zu verschieben. Dieses einfache, aber wirkungsvolle Prinzip erlaubt es Maschinen, Aufgaben zu erledigen, die weit über die menschliche Kraft hinausgehen.
Die zentralen bauteile des systems
In Deutschland ist der Bau von Hydraulikzylindern tief in der Geschichte des Maschinenbaus verwurzelt. Ein typischer Zylinder setzt sich aus den folgenden Kernkomponenten zusammen: dem Zylinderrohr, dem Kolben, der Kolbenstange, den Dichtungen und den Endkappen (Zylinderboden und Zylinderkopf). Vertiefende Informationen zur Herstellung von Hydraulikzylindern bieten Einblicke in die komplexen Fertigungsprozesse.
Jedes dieser Bauteile hat eine spezifische Aufgabe, die für die Gesamtleistung des Zylinders unerlässlich ist. Das präzise Zusammenspiel dieser Elemente bestimmt Kraft, Geschwindigkeit und Genauigkeit der Bewegung.
Ein Hydraulikzylinder wandelt hydraulischen Druck in mechanische Arbeit um. Die Effizienz dieses Prozesses hängt direkt von der Qualität und dem präzisen Zusammenspiel seiner Kernkomponenten ab.
Die wichtigsten Bauteile lassen sich wie folgt definieren:
- Zylinderrohr: Bildet den äußeren Körper und die druckfeste Kammer, in der sich der Kolben bewegt.
- Kolben und Kolbenstange: Der Kolben trennt die beiden Druckkammern im Zylinder, während die Kolbenstange die erzeugte Kraft nach außen überträgt.
- Dichtungssystem: Verhindert, dass Flüssigkeit intern oder extern entweicht und stellt sicher, dass der Druck gezielt wirken kann.
- Endkappen (Boden und Kopf): Verschließen das Zylinderrohr an den Enden und integrieren Hydraulikanschlüsse sowie Führungselemente.
Um die genaue Funktionsweise, die korrekte Wartung oder die Auswahl des passenden Zylinders – wie sie etwa auf Partbase zu finden sind – zu verstehen, ist ein fundiertes Wissen über diese Komponenten die Voraussetzung.
Die Hauptkomponenten eines Hydraulikzylinders im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Bauteile und ihre zentrale Aufgabe im System zusammen.
Komponente | Hauptfunktion |
---|---|
Zylinderrohr | Bildet die druckfeste Hülle und führt den Kolben. |
Kolben | Trennt die Druckräume und nimmt den Flüssigkeitsdruck auf. |
Kolbenstange | Überträgt die lineare Bewegung und Kraft nach außen. |
Dichtungssystem | Verhindert Leckagen und sorgt für einen effizienten Druckaufbau. |
Zylinderboden | Verschließt eine Seite des Zylinders (stangenseitig). |
Zylinderkopf | Verschließt die andere Seite und führt die Kolbenstange. |
Jedes dieser Teile ist für die Gesamtfunktion des Zylinders unverzichtbar.
Die Kernkomponenten und ihre Funktion im Detail
Um den Aufbau eines Hydraulikzylinders vollständig zu verstehen, ist eine detaillierte Betrachtung der Einzelteile notwendig. Jedes Bauteil hat eine spezifische Aufgabe, und nur ihr perfektes Zusammenspiel sorgt für die enorme Kraft und Zuverlässigkeit, die in der Industrie gefordert wird.
Das Fundament ist das Zylinderrohr. Es bildet die stabile Außenhülle und muss extremen Drücken standhalten. Es ist das Rückgrat des gesamten Systems, in dem die eigentliche Arbeit stattfindet.
Im Inneren bewegt sich der Kolben. Er ist die bewegliche Trennwand, die den Zylinder in zwei Kammern teilt. Sobald die unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit auf eine Seite des Kolbens trifft, setzt er sich in Bewegung und wandelt hydraulischen Druck in mechanische Kraft um.
Zylinderrohr und Kolben: Das Kraftzentrum
Die Innenfläche des Zylinderrohrs wird in einem speziellen Verfahren, dem sogenannten Honen, extrem fein bearbeitet. Diese glatte Oberfläche ist entscheidend für die Funktion der Dichtungen und minimiert den Verschleiß.
Fest mit dem Kolben verbunden ist die Kolbenstange. Sie ragt aus dem Zylinder heraus und überträgt die erzeugte lineare Bewegung auf die Maschine oder die zu bewegende Last. Ihre Oberfläche ist meist hartverchromt, um sie vor Korrosion und mechanischer Beschädigung zu schützen, da sie oft rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt ist.
Diese Abbildung zeigt den prinzipiellen Aufbau eines Zylinderrohrs, das als druckfeste Kammer für den Kolben dient.
Die entscheidende Rolle der Dichtungen und Endkappen
Obwohl klein, sind die Dichtungen kritische Komponenten im Hydraulikzylinder. Ohne sie wäre das System funktionsunfähig. Ihre Hauptaufgabe ist es, den hohen Druck im Inneren zu halten und Leckagen zu verhindern.
Es gibt verschiedene Dichtungstypen mit spezifischen Aufgaben:
- Kolbendichtungen: Dichten den Spalt zwischen Kolben und Zylinderrohr ab, um interne Leckagen zwischen den Kammern zu verhindern.
- Stangendichtungen: Sorgen dafür, dass kein Hydrauliköl entlang der Kolbenstange nach außen tritt.
- Abstreifer: Sitzen außen am Zylinderkopf und verhindern das Eindringen von Schmutz, Staub und Feuchtigkeit in den Zylinder.
- Führungsringe: Verhindern den direkten metallischen Kontakt (z. B. Kolben am Rohr), was den Verschleiß reduziert.
Ein hochwertiges Dichtungssystem ist der Schlüssel zur Effizienz. Bereits minimale Undichtigkeiten führen zu einem Druckabfall und damit zu einem direkten Leistungsverlust des Zylinders.
Den Abschluss bilden der Zylinderboden und der Zylinderkopf. Diese massiven Teile verschließen das Zylinderrohr an beiden Enden. Im Zylinderkopf befinden sich zudem die Führung für die Kolbenstange und die Stangendichtung. An beiden Endkappen sind die Anschlüsse positioniert, über die das Hydrauliköl in die Kammern geleitet wird.
Jedes dieser Bauteile, von der robusten Kolbenstange bis zur kleinsten Dichtung, muss präzise gefertigt sein und perfekt mit den anderen harmonieren. Sollte eine Komponente ausfallen, finden Sie bei Partbase eine breite Auswahl an hochwertigen Ersatzteilen, um Ihr System schnell wieder instand zu setzen. Die Zuverlässigkeit im Betrieb hängt von der Qualität jedes einzelnen Teils ab.
Wie einfach- und doppelwirkende Zylinder arbeiten
Nachdem die einzelnen Bauteile eines Hydraulikzylinders bekannt sind, stellt sich die Frage, wie sie in der Praxis zusammenwirken, um Bewegung zu erzeugen. Dies lässt sich am besten durch die zwei grundlegenden Bauarten erklären: den einfachwirkenden und den doppelwirkenden Zylinder.
Die Entscheidung für einen der beiden Typen hängt davon ab, ob der Zylinder nur in eine Richtung oder in beide Richtungen Kraft ausüben soll.
Das Prinzip des einfachwirkenden Zylinders
Ein einfachwirkender Zylinder ist die grundlegendste Ausführung. Er verfügt nur über einen Hydraulikanschluss. Durch diesen wird unter Druck stehende Flüssigkeit in eine Kammer gepumpt, wodurch der Kolben nach außen gedrückt wird und die Kolbenstange ausfährt.
Der Rückzug der Kolbenstange kann jedoch nicht hydraulisch erfolgen. Stattdessen ist dieser Zylindertyp auf eine externe Kraft angewiesen, um in seine Ausgangsposition zurückzukehren.
Die gängigsten Methoden für den Rückzug sind:
- Federkraft: Eine eingebaute Feder wird beim Ausfahren gespannt und drückt die Kolbenstange bei nachlassendem Hydraulikdruck zurück.
- Schwerkraft: Ideal für Anwendungen wie Hebebühnen oder Kippvorrichtungen, bei denen das Eigengewicht der Last den Rückzug bewirkt.
- Externe mechanische Kräfte: In manchen Anlagen wird der Zylinder durch einen anderen Teil des maschinellen Prozesses zurückgeschoben.
Dieser simple Aufbau macht sie zur idealen Wahl für Aufgaben wie Heben, Klemmen oder Positionieren, bei denen Kraft nur in eine Richtung benötigt wird.
Die Vielseitigkeit des doppelwirkenden Zylinders
Im Gegensatz dazu steht der doppelwirkende Zylinder. Er ist mit zwei Hydraulikanschlüssen ausgestattet – einer für jede Seite des Kolbens. Dadurch kann der Hydraulikdruck gezielt auf beide Kammern geleitet werden, sodass der Zylinder in beide Richtungen aktiv Kraft ausüben kann.
Das Ausfahren erfolgt durch Druckbeaufschlagung der kolbenbodenseitigen Kammer. Für das Einfahren wird das Öl in die kolbenstangenseitige Kammer geleitet. Diese vollständige Kontrolle über die Bewegung macht doppelwirkende Zylinder vielseitig und präzise. Aufgrund ihrer Flexibilität machen sie in der Bau- und Automobilindustrie über 60 % des Marktes aus.
Der entscheidende Vorteil doppelwirkender Zylinder liegt in der vollständigen Kontrolle über den gesamten Bewegungszyklus. Sie können Lasten nicht nur heben, sondern auch aktiv ziehen, pressen oder präzise positionieren.
Für den schnellen und sicheren Anschluss der Hydraulikleitungen sind passende Verbindungen erforderlich. Unser Sortiment an Hydraulik-Schnellverschlusskupplungen ermöglicht eine effiziente Integration in Ihr System.
Einfachwirkende und doppelwirkende Zylinder im Vergleich
Um die Unterschiede zu verdeutlichen, sind die wichtigsten Merkmale in einer Tabelle gegenübergestellt.
Merkmal | Einfachwirkender Zylinder | Doppelwirkender Zylinder |
---|---|---|
Aufbau & Anschlüsse | Ein Hydraulikanschluss, einfache Konstruktion. | Zwei Hydraulikanschlüsse, einer für jede Kammer. |
Funktionsweise | Kraftausübung nur in eine Richtung (Ausfahren). | Aktive Kraftausübung in beide Richtungen (Aus- und Einfahren). |
Rückzug | Passiv durch externe Kraft (Feder, Schwerkraft). | Aktiv und kontrolliert durch Hydraulikdruck. |
Anwendungsbereiche | Heben, Klemmen, Pressen (z.B. Wagenheber). | Positionieren, Ziehen, Drücken (z.B. Baggerarm, Lenksysteme). |
Kontrolle & Präzision | Geringere Kontrolle über den Rückhub. | Hohe Kontrolle und Präzision über den gesamten Zyklus. |
Energieeffizienz | Geringerer Energieverbrauch, da nur eine Richtung aktiv ist. | Höherer Energieverbrauch, aber mehr Leistung und Kontrolle. |
Zusammenfassend lässt sich sagen: Einfachwirkende Zylinder sind Spezialisten für einfache Aufgaben, während doppelwirkende Zylinder vielseitige Allrounder sind.
Spezialfall Teleskopzylinder
Eine weitere wichtige Bauform ist der Teleskopzylinder. Er kann sowohl einfach- als auch doppelwirkend konstruiert sein und besteht aus mehreren ineinander verschachtelten Kolbenstufen.
Dieses Design ermöglicht einen extrem langen Hub bei einer sehr kurzen Einbaulänge. Man findet sie daher oft in Kipplastwagen oder Baustellenkränen, wo aus einer kompakten Ausgangsposition eine große Reichweite erforderlich ist. Bei Partbase finden Sie auch Komponenten und Ersatzteile für eine Vielzahl dieser speziellen Zylindervarianten.
Warum Materialauswahl und Fertigung entscheidend sind
Die theoretische Kenntnis über den Aufbau eines Hydraulikzylinders ist die eine Seite. Die andere ist die Realität im industriellen Einsatz. Hier entscheiden die Qualität der Werkstoffe und die Präzision der Fertigung über Leistung, Zuverlässigkeit und Lebensdauer. Ein durchdachtes Design ist wertlos, wenn das Material dem Druck nicht standhält oder die Fertigungstoleranzen nicht eingehalten werden.
Diese beiden Aspekte sind das Fundament, auf dem die Performance des Zylinders aufbaut und bestimmen, wie gut er seine Arbeit über Tausende von Zyklen hinweg verrichtet.
Auf die richtigen Werkstoffe kommt es an
Die Materialauswahl ist ein kritischer Faktor beim Entwurf eines Hydraulikzylinders. Jedes Bauteil ist spezifischen Belastungen ausgesetzt und erfordert daher angepasste Materialeigenschaften.
- Zylinderrohr: Dieses Bauteil muss hohem Innendruck standhalten. Daher werden in der Regel nahtlose, gehonte Stahlrohre verwendet. Das Honen sorgt für eine glatte und präzise Innenoberfläche, die eine optimale Lauffläche für die Dichtungen darstellt und den Verschleiß minimiert.
- Kolbenstange: Die Kolbenstange ist ständig in Bewegung und muss äußeren Einflüssen wie Schmutz und Feuchtigkeit widerstehen. Hartverchromung hat sich hier als Standard etabliert. Diese harte Schicht schützt den darunterliegenden Stahl zuverlässig vor Korrosion und mechanischem Abrieb.
- Dichtungen: Sie bestehen meist aus Spezialkunststoffen wie Polyurethan (PU) oder Nitrilkautschuk (NBR). Die Wahl des Materials hängt von der Betriebstemperatur, dem Druck und der verwendeten Hydraulikflüssigkeit ab. Ein ungeeignetes Dichtungsmaterial kann verspröden und zu Leckagen führen.
Die Materialqualität steht in direktem Zusammenhang mit der Ausfallsicherheit. Hochwertiger Stahl und eine makellose Verchromung verhindern Risse und Korrosion, die zu katastrophalen Ausfällen führen könnten.
Fertigungstoleranzen – wo Präzision entscheidet
Im Maschinenbau, insbesondere bei Hydraulikkomponenten, wird die Präzision in Mikrometern (µm) gemessen. Bereits minimale Abweichungen von den Sollmaßen können die Funktion erheblich beeinträchtigen.
Diese Toleranzen sind entscheidend für:
- Die Effizienz: Ein zu großer Spalt zwischen Kolben und Zylinderrohr führt zu interner Leckage. Dadurch geht Druck verloren, der Zylinder verliert an Kraft und arbeitet ineffizient.
- Die Lebensdauer: Ungenaue Führungen können die Kolbenstange und die Dichtungen ungleichmäßig belasten, was zu vorzeitigem Verschleiß führt und die Lebensdauer des Zylinders verkürzt.
- Die Zuverlässigkeit: Ein störungsfreier Betrieb ist nur möglich, wenn alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind.
Die Kombination aus erstklassigen Materialien und einer Fertigung mit engsten Toleranzen rechtfertigt die höhere Anfangsinvestition in hochwertige Hydraulikzylinder von Markenherstellern, wie sie bei Partbase erhältlich sind. Im anspruchsvollen Dauereinsatz bieten sie die notwendige Betriebssicherheit. Dies gilt ebenso für angrenzende Systemkomponenten – mehr zur Bedeutung von Qualität lesen Sie in unserem Beitrag über hydraulische Druckspeicher.
Letztendlich zahlt sich die Investition in Qualität durch eine längere Lebensdauer und reduzierte Ausfallzeiten aus.
Praxistipps für Montage und Wartung
Ein perfekt konstruierter Zylinder entfaltet seine volle Leistung erst durch eine fachgerechte Montage und regelmäßige Wartung. Diese Faktoren entscheiden darüber, ob ein Zylinder jahrelang zuverlässig funktioniert oder vorzeitig ausfällt.
Die korrekte Ausrichtung ist entscheidend. Hydraulikzylinder sind dafür ausgelegt, Kräfte exakt entlang ihrer Mittelachse zu übertragen. Bereits eine geringe seitliche Belastung auf die Kolbenstange führt zu einseitiger Abnutzung von Dichtungen und Führungen und beschleunigt den Verschleiß.
Die Installation: Das Fundament für ein langes Leben
Vor der Inbetriebnahme muss das gesamte Hydrauliksystem sorgfältig gespült werden. Jeder verbleibende Metallspan oder Schmutzpartikel im Hydrauliköl wirkt wie Schleifmittel und kann empfindliche Dichtungen und die Innenflächen des Zylinderrohrs beschädigen.
Achten Sie bei der Montage auf folgende Punkte:
- Fluchtende Ausrichtung: Der Zylinder muss absolut gerade zur Last montiert sein, um Seitenkräfte zu vermeiden und eine gleichmäßige Kraftübertragung sicherzustellen.
- Absolute Sauberkeit: Arbeiten Sie mit höchster Sorgfalt. Jede Verunreinigung, die beim Anschluss der Leitungen in das System gelangt, kann später teure Schäden verursachen.
- Richtiges Drehmoment: Ziehen Sie alle Verschraubungen gemäß den Herstellervorgaben an. Zu lockere Verbindungen führen zu Leckagen, zu feste können Gewinde beschädigen.
Regelmäßige Wartung: Probleme erkennen, bevor sie entstehen
Vorausschauende Wartung hilft, teure Reparaturen und Stillstandzeiten zu vermeiden. Regelmäßige Inspektionen sind wie ein Gesundheitscheck für Ihre Maschine und ermöglichen es, kleinere Probleme frühzeitig zu erkennen.
Ein typisches Alarmsignal ist der Stick-Slip-Effekt, bei dem die Bewegung des Zylinders ruckartig wird. Ursache sind oft verschlissene Dichtungen oder unzureichende Schmierung. Ein spürbarer Leistungsverlust oder eine träge Reaktion sind ebenfalls klare Anzeichen für interne Leckagen, meist verursacht durch eine defekte Kolbendichtung.
Eine einfache Sichtprüfung kann oft entscheidende Hinweise liefern. Suchen Sie nach Ölspuren an der Kolbenstange oder den Anschlüssen. Kontrollieren Sie die Kolbenstange auf Kratzer oder Rost – dies sind erste Anzeichen für Probleme.
Vergessen Sie auch das Hydrauliköl nicht. Mit der Zeit verliert es seine Schmierfähigkeit und sammelt Verunreinigungen an. Ein regelmäßiger Ölwechsel ist eine kostengünstige Maßnahme, um die Lebensdauer aller Hydraulikkomponenten zu verlängern.
Sollten Sie Ersatzteile wie Dichtungssätze oder neue Hydraulikschläuche wie den Enerpac HC7206 benötigen, finden Sie bei Partbase eine große Auswahl an hochwertigen Komponenten, um Ihr System schnell und zuverlässig wieder instand zu setzen.
Wo Hydraulikzylinder in der Industrie zum Einsatz kommen
Ob es darum geht, tonnenschwere Lasten zu heben oder Fertigungsroboter millimetergenau zu steuern – Hydraulikzylinder sind unverzichtbare Komponenten in der modernen Industrie. Ihr Prinzip, hydraulischen Druck in lineare Kraft umzuwandeln, ermöglicht Anwendungen, die ohne sie nicht realisierbar wären.
Die enorme Grabkraft eines Baggers oder der Druck einer Industriepresse werden erst durch den gezielten Einsatz von Hydraulikzylindern möglich, die hohe Kräfte kontrolliert freisetzen.
Schlüsselbranchen und smarte Anwendungen
In nahezu jedem wichtigen Industriesektor sind Hydraulikzylinder fest verankert. Ein wesentlicher Treiber ist die Bau- und Bergbauindustrie, die in Deutschland einen hohen Bedarf hat. Schwere Maschinen wie Bagger, Lader und Kräne sind auf diese Technologie angewiesen. Wer sich für die Marktentwicklung interessiert, findet hier spannende Einblicke.
Die Anwendungsfelder sind äußerst vielfältig:
- Fertigungsindustrie: In Pressen, Spritzgussmaschinen und Montagelinien sorgen sie für die notwendige Kraft bei Klemm-, Stanz- und Formprozessen.
- Land- und Forstwirtschaft: Traktoren, Mähdrescher und Holzerntemaschinen nutzen Hydraulikzylinder, um schwere Anbaugeräte zu heben oder Greifarme präzise zu steuern.
- Logistik und Transport: Von Hebebühnen und Gabelstaplern bis zu Ladebordwänden an LKWs – sie alle verlassen sich auf die Kraft der Hydraulik.
Die Entwicklung schreitet voran. Moderne Zylinder werden zunehmend mit integrierten Sensoren zur Positions- und Drucküberwachung ausgestattet. Dies ermöglicht hochautomatisierte und präzise Abläufe – ein wichtiger Baustein für die Industrie 4.0.
Diese Vielseitigkeit unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung dieser Kernkomponente. Um solche Systeme anzutreiben, werden leistungsstarke Aggregate benötigt. Erfahren Sie hier mehr über die Auswahl passender hydraulischen Werkzeuge und Aggregate. Die Kombination aus robustem Aufbau und feinfühliger Steuerung macht den Hydraulikzylinder zu einem unverzichtbaren Werkzeug im modernen Maschinenbau.
Häufig gestellte Fragen zum Hydraulikzylinder
Haben Sie noch Fragen? Hier finden Sie Antworten auf einige der häufigsten Unklarheiten rund um Hydraulikzylinder.
Was unterscheidet das Zylinderrohr von der Kolbenstange?
Das Zylinderrohr ist das feste, äußere Gehäuse. Es ist der Hohlkörper, der die Komponenten zusammenhält, den Kolben führt und dem Hydraulikdruck standhält.
Die Kolbenstange ist der bewegliche Teil, der aus dem Rohr ausfährt. Sie ist fest mit dem Kolben verbunden und überträgt die Kraft des Zylinders auf das zu bewegende Bauteil. Kurz gesagt: Das Rohr ist das Gehäuse, die Stange ist der ausführende Arm.
Warum sind Dichtungen in einem Hydraulikzylinder so wichtig?
Dichtungen sind für die Funktion eines Hydraulikzylinders von entscheidender Bedeutung. Ihre Hauptaufgabe ist es, den hohen Druck im Inneren zu halten und sicherzustellen, dass die Hydraulikflüssigkeit dort bleibt, wo sie hingehört.
Sie verhindern zum einen interne Leckagen am Kolben, die zu einem sofortigen Kraftverlust führen würden. Zum anderen dichten sie die Kolbenstange nach außen ab, damit kein Öl austritt.
Fällt auch nur eine Dichtung aus, verliert der Zylinder seinen Druck und damit seine komplette Kraft. Das Resultat ist immer ein Funktionsausfall.
Wie wähle ich den richtigen Hydraulikzylinder für meine Anwendung?
Die richtige Wahl hängt von drei entscheidenden Faktoren ab: Kraft, Hub und Bewegungsart.
Zuerst muss die benötigte Kraft ermittelt werden. Diese ergibt sich aus dem Systemdruck und der Fläche des Kolbens. Dann ist der Hub zu definieren – also der Weg, den die Kolbenstange zurücklegen muss.
Schließlich ist die Bewegungsart zu klären: Wird Kraft nur in eine Richtung benötigt, wie beim Heben? Dann genügt ein einfachwirkender Zylinder. Wenn jedoch in beide Richtungen aktiv Kraft ausgeübt und kontrolliert gearbeitet werden muss, ist ein doppelwirkender Zylinder erforderlich. Eine genaue Analyse dieser drei Punkte ist der Schlüssel zur Auswahl des passenden Zylinders.
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