Hydac Blasenspeicher (232)

Hydac Blasenspeicher für Energiespeicherung, Pulsationsdämpfung und Druckstoßschutz: Standardspeicher der Baureihe SB330, Niederdruck- und Hochdruckvarianten bis SB690, Blasenspeichereinheiten und Druckstoßdämpfer, alle 100 % Originalware und fabrikneu. Die Nennvolumen reichen von 0,5 bis 200 Litern, die Blase gibt es im Standard aus NBR sowie in FKM, ECO und Butyl für unterschiedliche Medien und Temperaturen. Für die Auslegung zählen Nennvolumen, Betriebsdruckbereich, Vorfülldruck und der passende Blasenwerkstoff; alle Kennwerte stehen direkt am Artikel. Das komplette Sortiment kaufen Sie bei Partbase ab Lager, mit Versand am selben Werktag.

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Hydac Blasenspeicher: Überblick und Sortiment

Ein Blasenspeicher trennt Gas und Hydraulikflüssigkeit durch eine elastische Blase: Steigt der Systemdruck, drückt das Öl die mit Stickstoff gefüllte Blase zusammen und speichert so Energie, fällt der Druck, gibt die Blase das Öl wieder ab. Weil die Blase nahezu masselos ist, reagiert die Bauart sehr schnell und ist damit die erste Wahl für Energiespeicherung, Pulsationsdämpfung und Druckstoßschutz. Bei Partbase umfasst das Programm rund 200 Hydac Blasenspeicher, von kleinen Niederdruckspeichern bis zu Hochdruckausführungen mit 200 Litern Nennvolumen. Alle Artikel sind 100 % Originalware und fabrikneu. Die Auswahl läuft immer über dieselben vier Fragen: Wie viel nutzbares Volumen wird gebraucht, in welchem Druckbereich arbeitet die Anlage, welches Medium ist im Spiel und welche Temperaturen herrschen? Sind diese vier Punkte geklärt, ist aus dem Sortiment schnell der passende Speicher gefunden. Der Rest ist Baugröße und Anschluss und steht im Datenblatt jedes Artikels.

Baureihen und Bauformen im Hydac Programm

Das Sortiment gliedert sich nach Druckbereich und Aufgabe. Die Baureihe steckt in der Typbezeichnung und nennt zugleich den maximal zulässigen Betriebsdruck.

Standardspeicher SB330 und die Druckklassen

Der mit Abstand größte Teil des Sortiments ist die Baureihe SB330, der Standard-Blasenspeicher für 330 bar. Er deckt den Großteil der industriellen Hydraulik ab und ist in Nennvolumen von 0,5 bis 50 Litern lieferbar. Darunter liegen die Niederdruckbaureihen SB35 und SB40 mit großen Volumen bis 200 Litern für Anwendungen mit niedrigem Druck, darüber die Hochdruckbaureihen SB440, SB550 und SB690 für Drücke bis 690 bar. Diese Staffelung bedeutet: Erst den maximalen Betriebsdruck der Anlage bestimmen, dann die passende Baureihe wählen, danach das Volumen. Ein Hydac Blasenspeicher der Reihe SB330 ist dabei in den allermeisten Fällen die richtige Wahl, weil 330 bar den Standarddruckbereich der Industriehydraulik abdecken.

Druckstoßdämpfer und Blasenspeichereinheiten

Neben den klassischen Speichern führt das Programm zwei Sonderbauformen auf derselben Technik. Druckstoßdämpfer sind kurz bauende Blasenspeicher, die Druckspitzen und Pulsationen direkt an der Pumpe oder im Rohrleitungssystem abbauen und so Leitungen, Armaturen und Manometer schützen. Blasenspeichereinheiten kombinieren den Speicher bereits mit Sicherheits- und Absperrblock zu einer anschlussfertigen Einheit, wie sie die Druckgeräterichtlinie für die meisten Anlagen vorschreibt. Wer eine komplette, abnahmefähige Speicherstation braucht, findet sie damit aus einer Hand.

Blasenwerkstoffe und Speicherkörper

Die Blase entscheidet über die Medien- und Temperaturverträglichkeit. Standard ist NBR für gängige Hydrauliköle, FKM für aggressive Medien und höhere Temperaturen, ECO für besondere Anforderungen und IIR (Butyl) unter anderem für Bremsflüssigkeit und wasserhaltige Medien; für tiefe Temperaturen gibt es TT-NBR. Der Speicherkörper besteht im Standard aus C-Stahl, für tiefe Einsatztemperaturen aus Tieftemperaturstahl. Angeschlossen wird je nach Größe über Gewinde, DIN-Flansch oder SAE-Flansch. Kleine Speicher haben fast immer einen Gewindeanschluss, größere Baugrößen sitzen am Flansch; der Anschluss steht im Datenblatt und muss zur Verrohrung der Anlage passen.

Typische Einsatzbereiche

Hydac Blasenspeicher übernehmen in der Hydraulik vier Grundaufgaben. Als Energiespeicher liefern sie kurzzeitig große Ölmengen, etwa für schnelle Eilgänge an Pressen oder zur Spannkrafthaltung, sodass die Pumpe kleiner ausfallen kann. Als Pulsationsdämpfer glätten sie die Förderstromspitzen von Kolbenpumpen und machen die Anlage leiser und ruhiger. Als Druckstoßdämpfer fangen sie Druckspitzen ab, die beim schnellen Schalten von Ventilen entstehen, und schützen so die Leitungen. Und als Notfallreserve halten sie bei Pumpenausfall genug Druck, um eine Achse sicher in Endlage zu fahren. Man trifft sie deshalb in Pressen und Spritzgießmaschinen, in mobilen Arbeitsmaschinen, in Windkraftanlagen und überall dort, wo Hydraulik schnell und mit schwankendem Bedarf arbeitet. Welche Aufgabe im Vordergrund steht, entscheidet auch über die Auslegung: Ein Energiespeicher wird auf nutzbares Volumen ausgelegt, ein Druckstoßdämpfer dagegen auf schnelle Reaktion bei kleinem Bauvolumen.

Hydac Blasenspeicher auslegen und kaufen: die Auswahlkriterien

Fünf Kenngrößen entscheiden über den passenden Speicher. Alle stehen bei jedem Artikel direkt in den technischen Eigenschaften:

  • Nennvolumen: die Baugröße des Speichers. Gängig sind 4, 10, 20, 32 und 50 Liter, das Programm reicht von 0,5 bis 200 Litern. Nutzbar ist immer nur ein Teil davon, abhängig vom Druckverhältnis.

  • Betriebsdruckbereich: der minimale und maximale Arbeitsdruck der Anlage. Er bestimmt die Baureihe, also SB330 für 330 bar, SB440 bis SB690 für höhere Drücke, SB35 und SB40 für den Niederdruckbereich.

  • Vorfülldruck: der Stickstoffdruck der leeren Blase, bei den meisten Speichern einstellbar. Faustregel für den Energiespeicher: etwa 90 Prozent des minimalen Betriebsdrucks. Er ist die wichtigste Einstellgröße im Betrieb.

  • Blasenwerkstoff: NBR für Standard-Hydrauliköle, FKM für aggressive Medien und Hitze, Butyl für wasserhaltige Medien und Bremsflüssigkeit, TT-NBR für Kälte. Der Werkstoff muss zum Medium passen, sonst altert die Blase vorzeitig.

  • Anschluss und Werkstoff Speicherkörper: Gewinde, DIN- oder SAE-Flansch je nach Größe, C-Stahl im Standard, Tieftemperaturstahl für kalte Umgebungen.

Das nutzbare Volumen folgt dem Gasgesetz von Boyle-Mariotte: Bei langsamen Vorgängen gilt näherungsweise p0 mal V0 gleich p1 mal V1 gleich p2 mal V2. Ein 50-Liter-Speicher mit 90 bar Vorfülldruck, der zwischen 100 und 160 bar arbeitet, gibt damit rechnerisch rund 11 Liter nutzbares Öl ab. Das zeigt die zwei wichtigsten Hebel: Ein größerer Druckhub und ein gut gewählter Vorfülldruck vergrößern das nutzbare Volumen, ein zu niedrig oder zu hoch gewählter Vorfülldruck verschenkt Kapazität. Für die meisten Anwendungen gibt Hydac den passenden Vorfülldruck in der Auslegung vor, sodass man nicht selbst rechnen muss, sondern den Wert nur korrekt einstellt.

Ausgelegt wird auf das nutzbare Volumen im tatsächlichen Druckbereich, nicht auf das Nennvolumen: Ein Speicher mit falsch gewähltem Vorfülldruck gibt nur einen Bruchteil seiner Baugröße als Öl wieder her.

Der häufigste Fehler beim Kauf ist nicht die Größe, sondern der übersehene Druckgeräte-Teil: Ein Hydac Blasenspeicher ist ein Druckgerät und braucht in der Anlage einen Sicherheits- und Absperrblock. Wer den Speicher allein bestellt, hat die Anlage noch nicht komplett. Blasenspeichereinheiten lösen das, weil sie die Sicherheitsarmatur bereits enthalten. Der zweithäufigste Fehler ist ein Blasenwerkstoff, der nicht zum Medium passt: Wer einen Hydac Blasenspeicher mit NBR-Blase für ein wasserhaltiges Medium bestellt, riskiert eine frühzeitig gealterte Blase. Deshalb gehört der Werkstoff bei jeder Bestellung mit geprüft.

Gasvorfüllung und Inbetriebnahme: so geht der Speicher sicher in Betrieb

Blasenspeicher werden ausschließlich mit Stickstoff vorgefüllt, niemals mit Luft oder Sauerstoff, weil Öl und Sauerstoff unter Druck explosionsfähig sind. Die Inbetriebnahme läuft in festen Schritten:

  1. Vorfülldruck prüfen: Mit dem Füll- und Prüfgerät den vorhandenen Stickstoffdruck der Blase messen, bevor der Speicher hydraulisch zugeschaltet wird.

  2. Auf den Sollwert einstellen: Über das Füllgerät Stickstoff aus der Flasche ergänzen oder ablassen, bis der berechnete Vorfülldruck erreicht ist. Der Wert wird bei Umgebungstemperatur und entlastetem Speicher gemessen.

  3. Sicherheitsblock montieren: Speicher über den Sicherheits- und Absperrblock mit dem System verbinden, damit er sich absperren und drucklos entleeren lässt.

  4. Langsam zuschalten: Die Anlage anfahren und den Speicher langsam mit Öl beaufschlagen, damit die Blase nicht schlagartig gegen das Tellerventil gedrückt wird.

  5. Funktion kontrollieren: Druckaufbau und -abbau beobachten und den Vorfülldruck nach den ersten Betriebsstunden erneut prüfen, da sich frische Blasen geringfügig setzen.

Pflege, Wartung und Lebensdauer

Die wichtigste Wartung am Blasenspeicher ist die regelmäßige Kontrolle des Vorfülldrucks, denn jede Blase verliert über die Jahre etwas Stickstoff durch Permeation. Sinkt der Vorfülldruck zu weit ab, schlägt die Blase bei jedem Zyklus gegen das Tellerventil und verschleißt schnell; steigt der Systemdruck über den ausgelegten Bereich, kann sie überdehnen. Ein erstes Prüfintervall nach etwa einer Woche, dann nach einigen Monaten und anschließend jährlich hat sich bewährt. Frühindikatoren für ein Problem sind nachlassende Speicherwirkung, unruhiger Anlagenlauf und ein Vorfülldruck, der sich nicht mehr halten lässt. Bei einem als Pulsationsdämpfer eingesetzten Hydac Blasenspeicher zeigt sich der Verschleiß zuerst als wieder lauter werdende Pumpe. Lässt der Druck trotz Nachfüllen nach, ist die Blase undicht und gehört getauscht. Für die Instandhaltung lohnt es sich, die gängigen Ersatzblasen und Dichtungssätze der eingesetzten Baugrößen vorzuhalten, denn der Tausch der Blase ist deutlich günstiger als ein neuer Speicher. Wer mehrere gleiche Anlagen betreibt, hält sinnvollerweise die zwei, drei gängigsten Baugrößen samt Ersatzblasen vor und prüft alle Speicher im selben Wartungsfenster, statt jeden einzeln anzufahren.

Tausch, Ersatzblasen und Identifikation im Servicefall

Der große Vorteil des Blasenspeichers gegenüber geschweißten Membranspeichern: Er ist reparierbar. Die Blase lässt sich als Verschleißteil tauschen, der Speicherkörper bleibt erhalten. Für die richtige Ersatzblase zählt die Typbezeichnung auf dem Typenschild, die Baureihe wie SB330, das Nennvolumen und der Blasenwerkstoff. Diese Angaben werden vollständig übernommen, denn die Blase muss zu Baugröße und Medium passen. Ist das Typenschild unleserlich, helfen Baugröße und Anschluss weiter; die wesentlichen Kennwerte stehen bei jedem Artikel hinterlegt und lassen sich gegen das Altteil abgleichen. So findet sich auch ohne lesbares Schild der passende Hydac Blasenspeicher als Ersatz. Zum Service gehören neben der Ersatzblase oft der passende Dichtungssatz und das Füll- und Prüfgerät für den Stickstoff; wer beides mitbestellt, erledigt den Tausch in einem Durchgang. Vor dem Öffnen muss der Speicher gas- und ölseitig vollständig entlastet sein, das ist die wichtigste Sicherheitsregel beim Service.

Hydac Blasenspeicher bei Partbase kaufen

Bei Partbase bestellen Sie aus dem kompletten Programm: Standardspeicher SB330, Nieder- und Hochdruckbaureihen, Druckstoßdämpfer, Blasenspeichereinheiten sowie die passenden Ersatzblasen und Dichtungssätze. Jeder Hydac Blasenspeicher ist 100 % Originalware und fabrikneu, lagerhaltige Artikel verlassen das Lager am selben Werktag. Nennvolumen, Druckbereich, Vorfülldruck und Blasenwerkstoff stehen als technische Eigenschaften direkt am Produkt, sodass sich jede Position vor der Bestellung gegen die Anlage prüfen lässt. Und weil sich der Speicher über die Ersatzblase reparieren lässt, ist die gängige Baugröße samt Verschleißteilen schnell wieder einsatzbereit, statt zur Stillstandsfalle zu werden.

Häufige Fragen

Wie wähle ich den richtigen Hydac Blasenspeicher aus?

In vier Schritten: Zuerst den maximalen Betriebsdruck der Anlage bestimmen, der die Baureihe festlegt, also SB330 für 330 bar, die SB440 bis SB690 für höhere und SB35 oder SB40 für niedrige Drücke. Dann das nötige nutzbare Ölvolumen abschätzen und daraus das Nennvolumen wählen, wobei nur ein Teil des Volumens im Druckhub nutzbar ist. Drittens den Blasenwerkstoff an das Medium anpassen, NBR für Standardöle, FKM bei Hitze oder aggressiven Medien, Butyl für wasserhaltige Medien. Zuletzt Anschluss und Speicherkörper an Einbau und Temperatur anpassen. Beim Ersatz genügt die vollständige Typbezeichnung des Altspeichers.

Was ist der richtige Vorfülldruck und kann ich ihn selbst prüfen?

Der Vorfülldruck ist der Stickstoffdruck der leeren Blase und die wichtigste Einstellgröße im Betrieb. Als Faustregel liegt er beim Energiespeicher bei etwa 90 Prozent des niedrigsten Betriebsdrucks, bei Druckstoßdämpfern eher niedriger. Prüfen lässt er sich mit dem Hydac Füll- und Prüfgerät, das auf das Gasventil aufgeschraubt wird; gemessen wird bei entlastetem Speicher und Umgebungstemperatur. Das ist kein Spezialistenjob, gehört aber zu den wenigen wiederkehrenden Wartungsaufgaben am Speicher. Stimmt der Vorfülldruck, arbeitet der Speicher mit voller Kapazität und die Blase wird geschont. Wichtig: ausschließlich Stickstoff verwenden, niemals Druckluft oder Sauerstoff, da Öl und Sauerstoff unter Druck explosionsfähig sind.

Mein Speicher hält den Druck nicht mehr — Blase tauschen oder neuen Speicher kaufen?

Das hängt davon ab, was undicht ist. Verliert nur die Blase Stickstoff, lässt sich beim Blasenspeicher die Blase als Verschleißteil tauschen und der Speicherkörper weiterverwenden, das ist der Normalfall und deutlich günstiger als ein Neukauf. Dafür braucht es die passende Ersatzblase nach Baureihe, Nennvolumen und Werkstoff sowie den Dichtungssatz. Zeigt dagegen der Speicherkörper Korrosion oder ist die Prüffrist als Druckgerät abgelaufen, wird der komplette Speicher ersetzt. Im Zweifel zuerst den Vorfülldruck prüfen und neu einstellen, oft ist nur Stickstoff durch Permeation entwichen und die Blase noch intakt.

Welcher Blasenwerkstoff passt zu meinem Hydrauliköl?

Für gängige Mineralöl-Hydraulikflüssigkeiten ist NBR der Standard und in den meisten Speichern verbaut. FKM wird gewählt, wenn höhere Temperaturen herrschen oder das Medium aggressiv ist, etwa bei bestimmten Synthetikölen. Butyl ist die richtige Wahl für wasserhaltige Medien und Bremsflüssigkeit, für die NBR nicht geeignet ist. Bei tiefen Temperaturen kommt TT-NBR zum Einsatz. Die Regel ist einfach: Der Blasenwerkstoff muss mit dem Medium und der Betriebstemperatur verträglich sein, sonst verhärtet oder quillt die Blase und fällt vorzeitig aus. Bei der Nachbestellung deshalb immer den Werkstoff des Altteils übernehmen.

Brauche ich für den Blasenspeicher noch einen Sicherheits- und Absperrblock?

In aller Regel ja. Ein Blasenspeicher ist ein Druckgerät und darf nach der Druckgeräterichtlinie nicht ohne Absicherung betrieben werden. Der Sicherheits- und Absperrblock übernimmt das Absperren, das drucklose Entleeren und die Überdruckabsicherung und ist damit für den bestimmungsgemäßen Betrieb nötig. Wer eine komplette, anschlussfertige Lösung sucht, wählt eine Blasenspeichereinheit, die Speicher und Sicherheitsarmatur bereits kombiniert. Beim Bestellen lohnt es sich, den passenden Block oder die Einheit gleich mitzudenken, damit die Anlage vollständig und abnahmefähig ist.

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