Hydraulik Logikventile Druckfunktion

Ein Logikventil mit Druckfunktion in der Hydraulik begrenzt, hält oder schaltet Drücke in einem Hydrauliksystem über ein Einbauelement im Steuerblock. Eingesetzt wird es in Pressen, Spritzgießmaschinen, hydraulischen Antrieben sowie in mobiler Arbeitshydraulik, wenn hohe Volumenströme bei kompaktem Bauraum gefragt sind. Bei Partbase finden Sie passende 2/2-Wege-Einbauventile, Vorsteuerdeckel und Zubehör von Bosch Rexroth, Hydac, Hawe und weiteren Herstellern.

Logikventil Druckfunktion Hydraulik im Steuerblock

Ein Logikventil mit Druckfunktion übernimmt im Hydrauliksystem die Aufgabe eines Druckbegrenzungs-, Druckhalte- oder Folgeventils, ist dabei aber als Einbauelement im Steuerblock ausgeführt. Über einen Vorsteuerdeckel wird der Sollwert eingestellt, während das eigentliche 2/2-Wege-Element die hohen Volumenströme schaltet. So lassen sich auch große Hydraulikleistungen kompakt und leckölarm beherrschen. Im Sortiment von Partbase finden Sie hierfür Einbauventile, Vorsteuerstufen und Deckel verschiedener Nenngrößen.

Aufbau und Funktion vom Logikventil mit Druckfunktion

Ein Logikventil mit Druckfunktion besteht aus einem 2/2-Wege-Einbauelement und einem Vorsteuerdeckel. Das Einbauelement sitzt in einer genormten Bohrung im Steuerblock und enthält Kolben, Sitz und Feder. Der Vorsteuerdeckel trägt die eigentliche Druckstufe, meist ein direkt- oder vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil. Über die Federkammer wird der Schließdruck am Hauptkolben aufgebaut. Steigt der Systemdruck über den eingestellten Wert, öffnet die Vorsteuerstufe, der Druck in der Federkammer sinkt und der Hauptkolben gibt den Querschnitt frei. Daraus folgt eine sehr schnelle, leckölarme Druckabsicherung bei hohen Volumenströmen. Je nach Bauform übernimmt das Ventil die Funktion einer Druckbegrenzung, Druckzuschaltung oder Druckabschneidung im Sinne einer Load-Sensing-Steuerung.

Einsatzbereiche der Logikventil-Druckfunktion in der Hydraulik

Logikventile mit Druckfunktion werden überall dort eingesetzt, wo große Volumenströme bei klar definierten Druckgrenzen sicher beherrscht werden müssen. Typische Anwendungen sind hydraulische Pressen, Spritzgieß- und Druckgießmaschinen, Walzwerke sowie Prüfstände. Auch in der mobilen Arbeitshydraulik finden sich Druckabschneidungen über Logikelemente, etwa zur Pumpenregelung oder zum Schutz von Hubzylindern. Gegenüber klassischen Plattenventilen lassen sich mit einem Einbauventil deutlich höhere Nenndurchflüsse pro Bohrung realisieren – bei gleichzeitig kompaktem Steuerblock, geringer Leckage und kurzen Schaltzeiten. Hersteller wie Bosch Rexroth, Hydac und Hawe bieten dafür abgestufte Baureihen, die sich je nach Druckstufe und Volumenstrom kombinieren lassen.

Auswahl: Logikventil Druckfunktion richtig dimensionieren

Für die Auswahl eines Logikventils mit Druckfunktion sind Nenngröße, Druckstufe, Flächenverhältnis und Vorsteuerart maßgeblich. Die Nenngröße richtet sich nach dem maximalen Volumenstrom und der zulässigen Strömungsgeschwindigkeit am Sitz. Bei Druckbegrenzungen wird ein Flächenverhältnis von 1:1 oder 1:1,1 bevorzugt, da hier kleine Druckdifferenzen sicher öffnen; für reine Sperrfunktionen sind größere Verhältnisse üblich. Zu beachten sind außerdem der zulässige Betriebsdruck, die Schaltzeit, die Hysterese sowie die Anbindung der Vorsteuerung an den Tank. Der Dichtwerkstoff muss zum eingesetzten Hydraulikfluid passen, und die Einbaubohrung im Steuerblock muss der Nenngröße des gewählten Elements entsprechen.

Logikventile mit Druckfunktion bei Partbase

Im Bereich Logikventil Druckfunktion Hydraulik bündelt Partbase Einbauelemente, Vorsteuerdeckel und Zubehör verschiedener Hersteller in einem Sortiment. Verfügbar sind Komponenten von Bosch Rexroth, Hydac, Hawe und Stauff. Wenn ein Ventil aus einem bestehenden Schaltplan ersetzt werden soll, helfen Typenschild, Zeichnungsnummer oder Bohrungsbezeichnung bei der eindeutigen Zuordnung. Bei Bedarf unterstützt das technische Team von Partbase bei der Auswahl der passenden Druckstufe und Nenngröße sowie bei Alternativvorschlägen, falls ein Originalprodukt nicht mehr lieferbar ist.

FAQ

Worin unterscheidet sich die Druckfunktion von der Wegefunktion bei Logikventilen?

Bei der Druckfunktion regelt der Vorsteuerdeckel einen definierten Druckwert, bei dessen Erreichen das Einbauelement öffnet und den Systemdruck begrenzt oder abschneidet. Bei der Wegefunktion schaltet dasselbe Einbauelement dagegen zwischen offen und gesperrt und ersetzt ein Wegeventil im Hochdruckpfad. Beide Bauformen nutzen ein identisches 2/2-Wege-Element, unterscheiden sich aber ausschließlich im Vorsteueraufsatz.

Wann ist ein Logikventil mit Druckfunktion einem klassischen Druckbegrenzungsventil vorzuziehen?

Ein Logikventil mit Druckfunktion empfiehlt sich, wenn hohe Volumenströme bei kompaktem Bauraum sicher abgesichert werden müssen. Klassische Plattenventile stoßen bei großen Durchflüssen an Grenzen, weil Druckverluste und Bauhöhe stark zunehmen. Im Steuerblock integriert das Einbauelement die Druckfunktion direkt am Verbraucher mit kurzen Schaltzeiten und geringer Leckage.

Welche Angaben werden für die Auswahl eines passenden Logikventils mit Druckfunktion benötigt?

Erforderlich sind Nenngröße und Einbaubohrung nach Steuerblock, maximaler Betriebsdruck, gewünschter Volumenstrom sowie das Flächenverhältnis zwischen Stirn- und Ringfläche. Hinzu kommen Vorsteuerart, Schaltzeit, Hysterese und der Dichtwerkstoff passend zum Hydraulikfluid. Bei Bestandsanlagen erleichtern Typenschild oder Zeichnungsnummer die eindeutige Zuordnung eines Ersatzventils.

Welche Rolle spielt das Flächenverhältnis bei der Druckfunktion eines Logikventils?

Das Flächenverhältnis zwischen Stirn- und Ringfläche des Hauptkolbens bestimmt, bei welcher Druckdifferenz das Ventil öffnet oder schließt. Für Druckbegrenzungen wird häufig ein Verhältnis von 1:1 oder 1:1,1 gewählt, damit bereits kleine Differenzen sicher zum Öffnen führen. Größere Verhältnisse eignen sich eher für Sperr- oder Rückhaltefunktionen, bei denen ein stabiler Schließzustand gefordert ist.

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