Hydraulik Rohrbruchsicherungen

Eine Rohrbruchsicherung Hydraulik ist ein direkt am Verbraucher montiertes Sperrventil, das bei einem Schlauch- oder Rohrbruch den Ölabfluss aus dem Zylinder schlagartig blockiert. Eingesetzt wird sie in Hebebühnen, Kranauslegern, Forstmaschinen, Land- und Baumaschinen sowie in stationären Pressen mit Lasthalteanforderung. Bei Partbase finden Sie ein breites Sortiment an Rohrbruchsicherungen von Bosch Rexroth und Hydac in verschiedenen Baugrößen, Durchflussbereichen und Anschlussvarianten.

Rohrbruchsicherung Hydraulik im industriellen Einsatz

Die Rohrbruchsicherung Hydraulik schützt Personen und Anlagen, wenn eine Leitung am Zylinder unkontrolliert öffnet. Typische Einsatzfelder reichen von doppeltwirkenden Hubzylindern und Kranauslegern bis zu Hubmasten an Staplern und schweren Hebezeugen. Bei Partbase sind passende Baureihen von Bosch Rexroth und Hydac mit metrischen oder zölligen Anschlüssen verfügbar, abgestimmt auf Druckstufe, Volumenstrom und Einbauraum.

Rohrbruchsicherung Hydraulik: Funktion und Aufbau

Im Kern besteht eine Rohrbruchsicherung Hydraulik aus einem federbelasteten Sitzventil mit Drosselbohrung. Strömt das Öl im normalen Betrieb durch, entsteht über der Drossel ein kleiner Druckabfall, der die Feder im Gleichgewicht hält. Reißt eine Leitung oder ein Schlauch, steigt der Volumenstrom plötzlich an. Der Druckabfall an der Drossel wächst, der Schließkolben überwindet die Feder und das Ventil schließt sitzdicht. Damit bleibt das Öl im Zylinder, die Last sinkt nicht ab. Das Ventil muss direkt am Zylinderanschluss sitzen, idealerweise auf der lasthaltenden Seite. Jede Verlängerung zwischen Zylinder und Ventil verringert die Schutzwirkung. Der Schließvorgang ist rein hydraulisch und benötigt keine elektrische Ansteuerung.

Rohrbruchsicherung Hydraulik richtig auslegen

Ausgangspunkt der Auslegung ist der maximale Betriebsdruck. Er bestimmt die Druckstufe des Gehäuses; für die meisten Industrieanwendungen liegt sie zwischen 250 und 350 bar, wobei robuste Stahlgehäuse Standard sind. Entscheidend ist daneben der Nennvolumenstrom, der zur regulären Senkgeschwindigkeit des Zylinders passen muss. Wird er zu klein gewählt, schließt das Ventil schon im Normalbetrieb; liegt er zu hoch, reagiert die Sicherung im Fehlerfall zu spät. Üblich ist eine Reserve von 20 bis 30 Prozent über dem maximalen Betriebsdurchfluss. Der Schließvolumenstrom liegt deutlich darüber und wird durch die Federvorspannung eingestellt. Erst wenn Druck und Volumenstrom feststehen, folgt die Wahl von Anschlussart, Einbaulage und Werkstoff. Bosch Rexroth und Hydac bieten Varianten als Einschraubventil, als Sandwichplatte oder als Cartridge für Steuerblöcke.

Rohrbruchsicherung Hydraulik einstellen und prüfen

Viele Rohrbruchsicherungen lassen sich über eine Einstellschraube an die tatsächliche Lastsituation anpassen. Die Einstellung erfolgt am eingebauten Ventil unter realen Betriebsbedingungen. Sinnvoll ist ein schrittweises Vorgehen: zunächst mit Nennlast die normale Senkbewegung fahren, dann den Schließwert so weit reduzieren, bis die Sicherung gerade nicht anspricht. Anschließend eine kleine Reserve hinzugeben und kontern. Geprüft wird die Funktion durch einen kontrollierten Volumenstromsprung, etwa über ein Prüfventil. Wichtig sind dokumentierte Einstellwerte und regelmäßige Sichtkontrollen auf Leckage und Beschädigung. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen wie Hebebühnen oder Personenaufzügen gelten zusätzlich Prüfintervalle nach den einschlägigen Vorschriften des Betreibers.

Rohrbruchsicherung Hydraulik bei Partbase auswählen

Das Sortiment bei Partbase deckt die typischen Bauformen für mobile und stationäre Anwendungen ab. Schwerpunkt sind Rohrbruchsicherungen von Bosch Rexroth, ergänzt durch Baureihen von Hydac. Verfügbar sind Einschraubventile mit metrischem Gewinde oder BSP, Cartridge-Versionen für Steuerblöcke sowie Ausführungen mit integrierter Lasthaltefunktion. Für die Suche helfen einige Kennwerte:

  • Maximaler Betriebsdruck in bar (typisch 250 bis 350 bar)
  • Nennvolumenstrom in l/min, abgestimmt auf den Zylinder
  • Anschlussart und Gewindegröße
  • Bauform: Einschraubventil, Sandwichplatte oder Cartridge
  • Hersteller-Teilenummer für die Ersatzteilbeschaffung

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einer Rohrbruchsicherung und einem Lasthalteventil?

Eine Rohrbruchsicherung reagiert ausschließlich dynamisch auf einen plötzlichen Volumenstromsprung und schließt bei Leitungsbruch. Ein Lasthalteventil kombiniert diese Funktion mit einer statischen Sperrfunktion und ermöglicht über eine Steuerleitung ein kontrolliertes Senken. Für Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen und Senkkomfort, etwa Krane oder Hebebühnen, ist die kombinierte Bauform vorzuziehen.

Warum muss die Rohrbruchsicherung direkt am Zylinder sitzen?

Nur eine Montage unmittelbar am Zylinderanschluss sichert den gesamten Leitungsabschnitt zwischen Ventil und Zylinder ab. Sitzt das Ventil weiter entfernt im System, bleibt der Bereich zwischen Zylinder und Ventil ungeschützt. Ein Bruch in diesem Abschnitt würde die Last trotz Ventil unkontrolliert absinken lassen. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinenherstellers und geltende Sicherheitsnormen.

Wie wähle ich den richtigen Schließvolumenstrom für meine Anwendung?

Der Schließvolumenstrom sollte deutlich über dem maximalen Betriebsdurchfluss liegen, typisch mit einer Reserve von 20 bis 30 Prozent. Wird er zu knapp gewählt, schließt das Ventil bereits im Normalbetrieb und blockiert die Senkbewegung. Liegt er zu hoch, reagiert die Sicherung im Fehlerfall zu spät. Die Einstellung erfolgt am eingebauten Ventil unter realen Lastbedingungen und ist anschließend zu dokumentieren.

Welche Bauformen von Rohrbruchsicherungen gibt es und wann kommen sie zum Einsatz?

Gängige Bauformen sind Einschraubventile mit metrischem Gewinde oder BSP, Cartridge-Versionen für Steuerblöcke sowie Sandwichplatten für standardisierte Ventilstationen. Einschraubventile eignen sich für direkte Zylindermontage, Cartridges für kompakte Steuerblöcke, Sandwichplatten für modulare Aufbauten. Bosch Rexroth und Hydac decken alle drei Bauformen für Drücke bis 350 bar ab.

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