Hydraulik Rundzylinder

Ein Rundzylinder ist ein pneumatischer oder hydraulischer Aktor mit zylindrischem Profilgehäuse, der lineare Bewegungen über einen Kolben erzeugt. Eingesetzt wird er in Handhabungstechnik, Montageautomation, Spannvorrichtungen und Förderanlagen, wo kompakte Bauformen und definierte Hübe gefragt sind. Bei Partbase finden Sie Rundzylinder von Aventics, Festo und Bosch Rexroth in unterschiedlichen Hublängen, Kolbendurchmessern und Anschlussvarianten.

Rundzylinder im industriellen Einsatz

Der Rundzylinder gehört zu den verbreiteten Linearaktoren in der pneumatischen und hydraulischen Antriebstechnik. Er besteht aus einem rohrförmigen Mantel, Kolben, Kolbenstange und Endlagendeckeln und erzeugt eine geradlinige Bewegung durch Druckluft oder Hydraulikfluid. Typische Einsatzbereiche sind Spann- und Klemmvorgänge, Vorschubaufgaben, Werkstückpositionierung und kleinere Hubarbeiten in der Montagetechnik.

Aufbau und Funktionsweise

Ein Rundzylinder besteht aus einem nahtlos gezogenen Rohrmantel, zwei Endlagendeckeln, einem Kolben mit Dichtungspaket und der Kolbenstange. Der Druckaufbau erfolgt über zwei Anschlüsse; die Bewegung wird durch wechselseitige Beaufschlagung erzeugt. Doppeltwirkende Ausführungen liefern Kraft in beide Richtungen, einfachwirkende arbeiten federrückgestellt. Pneumatische Rundzylinder nach ISO 6432 decken Kolbendurchmesser von 8 bis 25 mm ab und erreichen Betriebsdrücke bis 10 bar. Hydraulische Varianten arbeiten mit Drücken zwischen 100 und 250 bar und liefern entsprechend höhere Stellkräfte. Die Endlagendämpfung ist wahlweise als elastische Anschlagscheibe oder einstellbare Pneumatikdämpfung ausgeführt und schützt die Mechanik vor Stoßbelastung.

Auswahlkriterien für die Auslegung

Vor der Auswahl eines Rundzylinders sind Kraftbedarf, Hublänge, Einbauraum und Befestigungsart zu definieren. Die theoretische Kolbenkraft ergibt sich aus Kolbenfläche multipliziert mit Betriebsdruck; bei Pneumatik rechnet man mit etwa 85 Prozent der theoretischen Kraft als nutzbarem Wert. Bei langen Hüben ist Knickbelastung zu berücksichtigen, ebenso Querkräfte an der Kolbenstange.

  1. Erforderliche Kraft und Betriebsdruck festlegen
  2. Kolbendurchmesser und Hublänge bestimmen
  3. Befestigungsart wählen (Gewinde, Flansch, Schwenkbefestigung)
  4. Endlagendämpfung und Sensorik prüfen
  5. Medium, Temperaturbereich und Umgebungseinflüsse beachten

Pneumatische und hydraulische Bauformen

Pneumatische Rundzylinder eignen sich für schnelle, leichte Bewegungen mit geringer bis mittlerer Stellkraft, etwa beim Werkstücktransport oder in Greifsystemen. Hydraulische Rundzylinder kommen dort zum Einsatz, wo hohe Kräfte auf kompaktem Bauraum gefragt sind, beispielsweise in Spannmodulen, Pressen und mobilen Hydraulikanwendungen. Die Tabelle zeigt typische Eckdaten beider Bauformen.

Merkmal

Pneumatik-Rundzylinder

Hydraulik-Rundzylinder

Betriebsdruck

bis 10 bar

100 bis 250 bar

Kolbendurchmesser

8 bis 25 mm

25 bis 100 mm

Stellkraft

bis ca. 500 N

bis über 100 kN

Geschwindigkeit

bis 1 m/s

0,1 bis 0,5 m/s

Typische Norm

ISO 6432

ISO 6020/6022

Hersteller und Sortiment bei Partbase

Im Pneumatik-Bereich führt Partbase Rundzylinder von Aventics und Festo. Aventics bietet ISO-konforme Zylinder mit Kolbendurchmessern von 16 bis 25 mm in verschiedenen Hublängen; Festo ergänzt das Sortiment mit vergleichbaren Baureihen nach ISO 6432, ebenfalls mit Magnetkolbenoption für Sensorabfrage. Beide Produktlinien lassen sich in bestehende Anlagen integrieren. Für hydraulische Anwendungen sind Rundzylinder von Bosch Rexroth verfügbar, ergänzt durch Komponenten von Hawe und Hydac. Das Sortiment umfasst standardisierte Serien sowie Sonderausführungen mit Wegmesssystem und korrosionsbeständigen Oberflächen. Befestigungszubehör wie Schwenkflansche, Gabelköpfe und Befestigungsschellen ist für die gängigen Baugrößen lieferbar. Bei Auslegungsfragen oder der Suche nach Ersatztypen stehen Datenblätter und Kompatibilitätsangaben über das technische Team von Partbase zur Verfügung.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einem Rundzylinder und einem Profilzylinder?

Ein Rundzylinder besitzt ein nahtlos gezogenes, kreisrundes Mantelrohr und ist nach ISO 6432 genormt, was ihn besonders kompakt und leicht macht. Ein Profilzylinder hat ein stranggepresstes Vierkantgehäuse mit integrierten Sensornuten und bietet mehr Befestigungsoptionen sowie größere Kolbendurchmesser. Die Wahl hängt von Bauraum, Kraftbedarf und Anforderungen an die Sensorintegration ab.

Welche Kolbendurchmesser und Hublängen sind bei Rundzylindern üblich?

Pneumatische Rundzylinder nach ISO 6432 sind in Kolbendurchmessern von 8 bis 25 mm erhältlich, hydraulische Ausführungen decken Kolbendurchmesser von 25 bis 100 mm ab. Hublängen reichen je nach Baureihe von wenigen Millimetern bis über 500 mm. Anschlussgewinde und Kolbenstangendurchmesser sind normiert und ermöglichen herstellerübergreifende Kompatibilität.

Wann sollte ein hydraulischer statt eines pneumatischen Rundzylinders gewählt werden?

Hydraulische Rundzylinder sind die richtige Wahl, wenn hohe Stellkräfte auf engem Bauraum benötigt werden, etwa in Spannmodulen, Pressen oder mobilen Hydraulikanwendungen. Sie arbeiten mit Betriebsdrücken von 100 bis 250 bar und liefern Kräfte weit über 10 kN. Pneumatische Ausführungen eignen sich dagegen für schnelle, leichte Bewegungen mit geringerer Kraftanforderung.

Wie wird ein Rundzylinder fachgerecht ausgebaut?

Vor dem Ausbau müssen Druckluft- oder Hydraulikversorgung abgeschaltet und alle Leitungen drucklos gemacht werden. Anschließend werden Anschlussverschraubungen, Kolbenstangenanbindung und Gehäusebefestigung gelöst. Bei Hydraulikzylindern ist austretendes Öl aufzufangen. Vor dem Wiedereinbau sollten Dichtflächen und Dichtungspaket auf Verschleiß geprüft werden.

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