Hydraulik Sicherheits- und Absperrblöcke

Ein Sicherheits- und Absperrblock sichert Hydrospeicher gegen Überdruck ab, sperrt sie zur Wartung vom System ab und entlastet die Flüssigkeitsseite. Eingesetzt wird er an Blasen-, Membran- und Kolbenspeichern in Werkzeugmaschinen, Pressen, Prüfständen sowie in mobilen Hydraulikanlagen. Bei Partbase finden Sie Sicherheits- und Absperrblöcke der SAF-Baureihen von Hydac und Bosch Rexroth in unterschiedlichen Nenngrößen und Druckstufen.

Sicherheits- und Absperrblock in der Hydraulikanlage

Der Sicherheits- und Absperrblock ist die zentrale Sicherheitseinheit am Hydrospeicher. Er kombiniert Druckbegrenzungsventil, Absperrkugelhahn und Entlastungsfunktion in einem kompakten Block. Damit erfüllt er die Anforderungen der Druckgeräterichtlinie und schützt sowohl Anlage als auch Servicepersonal. Im Partbase-Sortiment sind Sicherheits- und Absperrblöcke der SAF-Reihe von Hydac und vergleichbare Ausführungen von Bosch Rexroth verfügbar, abgestimmt auf Speichergrößen, Einstelldrücke und Anschlussbilder gängiger Hydrauliksysteme.

Aufbau und Funktion vom Sicherheits- und Absperrblock

Ein Sicherheits- und Absperrblock fasst mehrere Funktionen in einem Stahlblock zusammen. Im Inneren sitzen ein Druckbegrenzungsventil, ein Absperrkugelhahn zwischen Speicher und Anlage sowie ein Entlastungsventil zur druckfreien Verbindung mit dem Tank. Wird der eingestellte Maximaldruck überschritten, öffnet das Druckbegrenzungsventil und führt Öl in den Rücklauf. Über den Kugelhahn lässt sich der Speicher von der Anlage trennen, etwa für Wartungsarbeiten am Hydrospeicher. Die Entlastungsfunktion baut den Restdruck auf der Flüssigkeitsseite kontrolliert ab. Erst dann darf am Speicher gearbeitet werden. Typische Anschlüsse sind M33x2 zum Speicher sowie SAE- oder Rohrgewindeanschlüsse zur Anlage. Dichtungen aus NBR oder FKM decken die übliche Bandbreite an Hydraulikölen ab.

Auswahl: Sicherheits- und Absperrblock richtig dimensionieren

Maßgeblich für die Auswahl sind Nenngröße, Einstelldruck, Anschlussbild und Dichtungswerkstoff. Die Nenngröße orientiert sich am Volumenstrom und an der Speichergröße; üblich sind NG10, NG20 und NG32. Der Einstelldruck des integrierten Druckbegrenzungsventils muss zum zulässigen Betriebsdruck des Hydrospeichers passen — gängige Stufen sind 100, 140, 200, 250 und 330 bar. Beim Anschluss ist auf die Gewindeart zur Speicherseite und zur Anlage zu achten. Der Dichtungswerkstoff richtet sich nach dem Medium: NBR für Mineralöl, FKM für höhere Temperaturen oder schwer entflammbare Flüssigkeiten. Für explosionsgefährdete Bereiche gibt es ATEX-konforme Ausführungen; diese unterscheiden sich in der Werkstoffwahl und in der Kennzeichnung, nicht im Grundprinzip. Im Zweifelsfall empfiehlt sich ein Abgleich des vorhandenen Speichers und des Anlagenschemas mit dem Datenblatt des Blocks.

Einsatz vom Sicherheits- und Absperrblock in der Praxis

Im Anlagenbetrieb sitzt der Sicherheits- und Absperrblock direkt am Hydrospeicher, meist verschraubt oder über eine Konsole montiert. In Pressen, Spritzgießmaschinen und Prüfständen sichert er den Speicher gegen Überdruck. Sobald Servicearbeiten anstehen, ermöglicht er eine kontrollierte Druckentlastung, bevor jemand Hand anlegt. Dasselbe gilt für mobile Hydraulikaggregate und Werkzeugmaschinen: Wo ein Blasen- oder Membranspeicher verbaut ist, gehört der Block zur Standardausrüstung.

Im laufenden Betrieb sollte der Block regelmäßig sichtgeprüft werden: Stellung des Kugelhahns, Zustand der Plombierung am Druckbegrenzungsventil, Dichtheit der Anschlüsse. Vor jeder Demontage am Speicher muss zuerst die flüssigkeitsseitige Entlastung über den Block erfolgen — erst danach wird gasseitig der Vorfülldruck abgelassen. Diese Reihenfolge steht in jedem Wartungsplan für Hydraulikspeicher und ist nicht verhandelbar.

Hersteller und Baureihen im Partbase-Sortiment

Im Partbase-Katalog sind Sicherheits- und Absperrblöcke schwerpunktmäßig von Hydac und Bosch Rexroth gelistet. Hydac führt die SAF-Baureihe in mehreren Nenngrößen und Druckstufen, jeweils passend zu den eigenen Blasen-, Membran- und Kolbenspeichern. Bosch Rexroth deckt vergleichbare Anwendungen mit eigenen Blockausführungen für Hydrospeicher ab. Beide Hersteller bieten Varianten mit manueller oder elektrischer Entlastung sowie Sonderausführungen für höhere Temperaturen oder besondere Medien. Für Verschraubungen, Schlauchanschlüsse und Befestigungskonsolen rund um den Block stehen Komponenten von Stauff zur Verfügung — damit lässt sich die gesamte Speichergruppe inklusive Sicherheits- und Absperrblock aus einer Quelle beschaffen.

FAQ

Wann ist ein Sicherheits- und Absperrblock vorgeschrieben?

Sobald ein Hydrospeicher in einer Anlage verbaut ist, schreibt die Druckgeräterichtlinie eine Absicherung gegen Überdruck sowie eine Absperrmöglichkeit für Wartungsarbeiten vor. Ein Sicherheits- und Absperrblock erfüllt beide Anforderungen in einer Baugruppe. Er gilt daher bei Blasen-, Membran- und Kolbenspeichern als Stand der Technik und ist in den Datenblättern der Speicherhersteller verbindlich vorgesehen.

Wie wird der Einstelldruck des integrierten Druckbegrenzungsventils festgelegt?

Der Einstelldruck richtet sich nach dem zulässigen Betriebsdruck des Hydrospeichers, nicht nach dem allgemeinen Systemdruck der Anlage. Maßgeblich ist stets der niedrigere der beiden Werte. Gängige Stufen sind 100, 140, 200, 250 und 330 bar. Das Ventil wird werkseitig eingestellt und plombiert; eine Veränderung im Feld darf nur durch befugtes Fachpersonal erfolgen.

Was ist der Unterschied zwischen manueller und elektrischer Entlastung am Block?

Bei der manuellen Entlastung öffnet das Entlastungsventil durch eine Handbetätigung, was eine direkte Anwesenheit am Block erfordert. Die elektrische Entlastung ermöglicht eine ferngesteuerte oder automatisierte Druckentlastung, etwa in schwer zugänglichen Einbaulagen oder bei häufigen Wartungszyklen. Hydac und Bosch Rexroth bieten beide Varianten an; die Wahl hängt vom Anlagenkonzept und den Sicherheitsanforderungen ab.

Welcher Anschluss verbindet den Block mit dem Hydrospeicher?

Speicherseitig ist das Gewinde M33x2 am weitesten verbreitet und passt zu den gängigen Blasen- und Membranspeichern. Anlagenseitig kommen SAE-Flansche oder metrische Rohrgewinde zum Einsatz. Bei Altanlagen oder Sonderspeichern empfiehlt sich ein Abgleich des Hydraulikschaltbilds mit dem Datenblatt des Blocks, bevor eine Bestellung aufgegeben wird.

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