Doppelrohrschelle Hydraulik im industriellen Einsatz
Die Doppelrohrschelle Hydraulik gehört zu den unscheinbaren, aber tragenden Elementen jeder Rohrleitungsverlegung. Sie führt zwei Hydraulikrohre nebeneinander, sichert deren Abstand und entkoppelt mechanische Schwingungen vom Tragprofil — das reduziert Geräusche, schützt vor Scheuerstellen und verlängert die Lebensdauer der Verschraubungen. Im Sortiment von Partbase finden Sie Doppelrohrschellen für gängige Rohrdurchmesser, in verschiedenen Baureihen und Werkstoffen, ergänzt um Deckplatten, Tragschienen und Schweißplatten.
Aufbau und Funktion der Doppelrohrschelle Hydraulik
Eine Doppelrohrschelle Hydraulik besteht im Kern aus zwei Klemmhälften, einer Deckplatte und der zugehörigen Schraubverbindung. Die Klemmhälften sind meist aus Polypropylen, Polyamid oder Aluminium gefertigt und nehmen die beiden Rohre formschlüssig auf. Die Deckplatte verspannt die Klemmhälften gegen eine Schweiß- oder Tragschiene und erzeugt so eine spielfreie Fixierung, die radial belastbar ist und gleichzeitig leichte Längenänderungen durch Temperatur zulässt.
In der Praxis übernimmt die Schelle drei Aufgaben gleichzeitig: Sie hält das Rohr in Position, dämpft Druckpulsationen aus Pumpe und Ventilen und entkoppelt Körperschall vom Maschinenrahmen. Dadurch bleibt die Verrohrung über lange Betriebszeiten stabil, und Schwingrisse an Verschraubungen treten seltener auf.
Baureihen und Werkstoffe der Doppelrohrschelle Hydraulik
Industrieübliche Doppelrohrschellen orientieren sich an DIN 3015. Geläufig sind drei Baureihen: die leichte für niedrige Drücke und ruhige Anwendungen, die schwere für hohe Drücke und stark schwingende Systeme sowie die doppelte für besonders kompakten Aufbau. Stauff bietet hier ein durchgängiges Programm, das sich im Maschinenbau breit etabliert hat.
Bei den Werkstoffen entscheidet das Einsatzumfeld. Polypropylen ist universell einsetzbar und beständig gegen die meisten Hydrauliköle. Polyamid hält höheren Temperaturen stand. Aluminium kommt zum Einsatz, wenn Wärme aus dem Rohr abgeführt werden soll oder wenn Brandschutzanforderungen gelten. Edelstahlausführungen der Deckplatten eignen sich für Offshore- und Lebensmittelanwendungen. An derselben Tragschiene lassen sich Doppelrohrschellen mit Einzelrohrschellen kombinieren, was bei gemischten Leitungsführungen den Verlegeaufwand reduziert.
Doppelrohrschelle Hydraulik richtig auswählen
Für die Auswahl sind wenige Parameter entscheidend. Ausgangspunkt ist der Außendurchmesser der zu fixierenden Rohre — klassisch in Millimetern von 6 bis 42 mm. Daraus ergibt sich die passende Baureihe nach DIN 3015, abgestimmt auf Druckklasse und Schwingungsniveau. Klemmkörperwerkstoff, Deckplatte und Tragschiene werden anschließend auf Medium, Temperatur und Umgebungsbedingungen abgestimmt.
Relevant für die Bestellung sind außerdem: Betriebsdruck und Pulsationsverhalten im Kreislauf, Korrosionsschutz der Deckplatte, Montageart (Schweißplatte, Anschraubplatte oder Tragschiene) sowie der Verlegeabstand zwischen den Schellen. Nach DIN 3015 gelten je nach Rohrdurchmesser und Baureihe Richtwerte für den maximalen Stützabstand, die bei der Planung einzuhalten sind.
Montage und Wartung der Doppelrohrschelle Hydraulik
Die Montage beginnt mit der Schweiß- oder Anschraubplatte am Maschinenrahmen. Ein ebener Untergrund ist Voraussetzung, damit die Klemmhälften plan aufliegen. Anschließend werden die Klemmkörper eingelegt, die Rohre eingeführt und die Deckplatte mit dem herstellerseitig vorgegebenen Anzugsmoment verschraubt. Ein Drehmomentschlüssel ist dabei kein Luxus: Zu hohes Anzugsmoment überdrückt den Klemmkörper, zu niedriges lässt das Rohr wandern.
Bei der Wartung genügt ein regelmäßiger Sichtcheck. Verfärbte Klemmkörper deuten auf Wärmeeintrag hin, Riefen am Rohr auf eine zu lockere Fixierung. Lockere Schellen werden nach Herstellervorgabe nachgezogen oder ersetzt. Bei Umbauten an der Hydraulikverrohrung empfiehlt sich der gleichzeitige Tausch alter Klemmkörper, weil Kunststoffe über Jahre verspröden können.