Hydraulik Flachstahlbügelschellen

Eine Flachstahlbügelschelle Hydraulik fixiert Rohrleitungen in hydraulischen Anlagen sicher am Maschinenrahmen und nimmt Druckstöße sowie Vibrationen auf. Typische Einsätze finden sich in Werkzeugmaschinen, im Anlagenbau, in mobilen Arbeitsmaschinen und in stationären Pressen. Bei Partbase finden Sie ein breites Sortiment nach DIN 3567 von Hydac und Stauff in vielen Nennweiten und Werkstoffvarianten.

Flachstahlbügelschelle Hydraulik im praktischen Einsatz

In hydraulischen Rohrleitungen sorgt die Flachstahlbügelschelle Hydraulik für eine feste, dauerhafte Befestigung an Maschinen und Konsolen. Sie umschließt das Rohr mit einem geformten Flachstahlbügel und wird über zwei Schrauben verspannt, was auch eine nachträgliche Montage an Schweißkonstruktionen erlaubt. Bei Partbase erhalten Sie passende Ausführungen nach DIN 3567 von Hydac und Stauff in vielen Nennweiten.

Aufbau und Funktion der Flachstahlbügelschelle Hydraulik

Die Flachstahlbügelschelle Hydraulik besteht aus einem U-förmig gebogenen Flachstahlbügel mit abgerundeten Ecken und einer Gegenplatte oder Anschweißkonsole. Beide Teile werden über zwei Sechskantschrauben verspannt und klemmen das Rohr formschlüssig ein. Damit entsteht ein Festpunkt, der das Rohr gegen Axial- und Querkräfte sichert.

Genormt ist diese Bauform in DIN 3567 Form A. Die Norm legt Maße, Bügelquerschnitte und Schraubengrößen fest, sodass Schellen verschiedener Hersteller untereinander austauschbar sind. Form B unterscheidet sich durch eine breitere Auflagefläche und ist für größere Nennweiten und höhere Haltekräfte ausgelegt. Für hydraulische Anlagen ist die Normung besonders relevant, weil Rohrleitungen unter hohen Drücken arbeiten und Druckstöße aus Schaltvorgängen aufnehmen müssen. Im Vergleich zur Doppelrohrschelle nach DIN 3015 ist die Flachstahlbügelschelle kompakter und dort sinnvoll, wo Bauraum begrenzt ist oder nachträglich an einen Träger angeschweißt werden muss.

Anwendungsbereiche der Flachstahlbügelschelle Hydraulik

Typisch ist der Einsatz im Anlagen- und Maschinenbau, an Hydraulikaggregaten, Pressen und Spritzgießmaschinen sowie an mobilen Arbeitsmaschinen wie Baggern, Forstmaschinen und Landtechnik. Auch im Schiffbau und in der Stahlindustrie werden Rohrleitungen so fixiert.

Die Flachstahlbügelschelle eignet sich besonders für Festpunkt-Befestigungen. Sie verhindert, dass sich das Rohr unter Druckstößen oder thermischer Ausdehnung verschiebt. In langen Leitungsstrecken werden Festpunkte mit Gleitlagern kombiniert, damit Wärmedehnung aufgenommen werden kann, ohne dass Verschraubungen überlastet werden.

In der Praxis werden die Schellen direkt an Rahmenträger oder Konsolen geschraubt oder geschweißt. Häufig kommen sie dort zum Einsatz, wo starre Rohrleitungen in größeren Nennweiten verlegt werden. Für höhere Anforderungen an Korrosionsschutz gibt es Ausführungen verzinkt oder in Edelstahl.

Flachstahlbügelschelle Hydraulik richtig auswählen

Ausgangspunkt der Auswahl ist der Rohraußendurchmesser. Schellen nach DIN 3567 sind in vielen Nennweiten erhältlich, von kleinen Rohren mit wenigen Millimetern bis zu Großrohren über 500 mm. Die Schelle muss genau zum Außendurchmesser passen, damit das Rohr sicher geklemmt wird, ohne dass Wandung oder Beschichtung beschädigt werden.

Werkstoff und Oberfläche richten sich nach den Umgebungsbedingungen: blanker Stahl reicht für trockene Innenräume, verzinkte oder Edelstahlausführungen sind bei Feuchtigkeit oder aggressiven Medien vorzuziehen. Schraubengröße und Anzugsmoment sind der Norm und den Herstellerangaben zu entnehmen. Die Befestigungsart — Anschweißkonsole oder Gegenplatte mit Durchgangsbohrung — hängt davon ab, ob die Konstruktion eine Schweißnaht erlaubt oder ob eine lösbare Verbindung gefordert ist.

Für schwingungsbelastete Anlagen empfiehlt sich eine Variante mit elastischer Einlage, die Körperschall reduziert und die Rohrwandung schont. Im Sortiment von Partbase finden Sie Modelle von Hydac und Stauff, die sich in Dimensionierung und Verarbeitung an den üblichen Hydraulikrohrnormen orientieren.

Montagehinweise zur Flachstahlbügelschelle Hydraulik

Vor der Montage sollte geprüft werden, ob Rohraußendurchmesser und Schellengröße übereinstimmen. Die Konsole oder Gegenplatte wird am Träger befestigt — durch Anschweißen oder Verschrauben — und muss plan aufliegen, damit der Bügel das Rohr gleichmäßig umschließt. Anschließend wird das Rohr eingelegt, der Bügel aufgesetzt und beide Muttern über Kreuz angezogen.

Das vorgeschriebene Anzugsmoment ist dabei entscheidend. Wird zu stark angezogen, kann der Bügel das Rohr verformen; bei zu geringem Moment verliert die Schelle ihren Halt. Bei Anlagen mit Druckstößen sollten Schellen nach den ersten Betriebsstunden nachgezogen werden.

Der Abstand zwischen zwei Festpunkten richtet sich nach Rohrnennweite, Wanddicke und Betriebsdruck. Hersteller wie Hydac und Stauff geben dazu Richtwerte in ihren Montageunterlagen an. Werden diese Abstände eingehalten, bleiben Schwingungen gering und Verschraubungen werden mechanisch entlastet.

FAQ

Worin unterscheidet sich die Flachstahlbügelschelle von einer Rohrschelle nach DIN 3015?

Schellen nach DIN 3015 bestehen aus Kunststoff-Klemmkörpern mit Deckplatte und werden auf Tragschienen montiert – geeignet für leichte bis mittlere Leitungen mit Schalldämmung. Die Flachstahlbügelschelle nach DIN 3567 ist robuster und kompakter, nimmt höhere Lasten auf und wird als reiner Festpunkt direkt am Rahmen oder an einer Anschweißkonsole eingesetzt.

Wann ist eine Variante mit elastischer Einlage sinnvoll?

Eine elastische Einlage empfiehlt sich bei schwingungsbelasteten Anlagen, etwa an Hydraulikaggregaten oder mobilen Maschinen mit häufigen Schaltvorgängen. Sie dämpft Körperschall und schützt die Rohroberfläche vor Reibkorrosion. Ohne Einlage arbeitet die Schelle als starrer Festpunkt; mit Einlage wird zusätzlich die Schwingungsübertragung auf den Maschinenrahmen reduziert.

Wie wähle ich zwischen Hydac- und Stauff-Schellen?

Beide Hersteller liefern Flachstahlbügelschellen nach DIN 3567, die in den genormten Abmessungen untereinander austauschbar sind. Hydac bietet im Partbase-Sortiment mit 51 Produkten die breitere Auswahl, Stauff ergänzt mit 38 Produkten weitere Nennweiten und Werkstoffvarianten. Die Wahl richtet sich in der Praxis nach Rohraußendurchmesser, Oberfläche und Verfügbarkeit im jeweiligen Projekt.

Welche Abstände zwischen zwei Festpunkten sind bei Hydraulikrohren üblich?

Der Festpunktabstand hängt von Rohrnennweite, Wanddicke und Betriebsdruck ab. Hersteller wie Hydac und Bosch Rexroth geben dazu Richtwerte in ihren Montageunterlagen an. Grundsätzlich gilt: Je größer der Durchmesser und je höher der Druck, desto kürzer der zulässige Abstand. In langen Leitungsstrecken werden Festpunkte mit Gleitlagern kombiniert, um thermische Dehnung aufzunehmen.

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