Hydraulik Druckwaagen

Eine Druckwaage Hydraulik hält die Druckdifferenz an einem Drosselquerschnitt konstant und sorgt so für einen lastunabhängigen Volumenstrom im Hydrauliksystem. Typische Einsatzfelder sind Mobilhydraulik, Land- und Baumaschinen, hydraulische Pressen sowie Werkzeugmaschinen mit Load-Sensing-Steuerung. Bei Partbase finden Sie Druckwaagen von Bosch Rexroth und Hydac, ergänzt durch passende Zwischenplatten, Anschlussblöcke und Komponenten von Hawe und Stauff.

Druckwaage Hydraulik — Funktion und Auswahl

Die Druckwaage Hydraulik regelt die Druckdifferenz über einer Messblende und gleicht damit Lastschwankungen aus, bevor sie den Volumenstrom beeinflussen. Das Ergebnis: ein Verbraucher arbeitet mit konstantem Durchfluss, unabhängig vom aktuellen Lastdruck. Partbase führt Druckwaagen als Einbau- und Zwischenplattenausführung in Nenngrößen wie NG06 und NG10, vorrangig von Bosch Rexroth und Hydac, sowie Zubehör von Stauff und Hawe.

Funktion und Aufbau der Druckwaage Hydraulik

Eine Druckwaage Hydraulik vergleicht zwei Drücke und stellt sich so ein, dass die Differenz konstant bleibt. Auf der einen Seite des Kolbens wirkt der Druck vor der Messblende, auf der anderen Seite der Lastdruck zusammen mit einer Federkraft. Verändert sich der Lastdruck, verschiebt sich der Kolben und drosselt mehr oder weniger stark. Daraus folgt ein Volumenstrom, der nur noch von der Drosselöffnung und der eingestellten Federkraft abhängt. Im Schaltzeichen erscheint die Druckwaage als 2- oder 3-Wege-Ventil mit Steuerleitungen und Feder. Vorgeschaltete Druckwaagen sitzen vor dem Wegeventil, nachgeschaltete dahinter. Letztere arbeiten als Flow-Sharing-Einheit und teilen den verfügbaren Volumenstrom proportional auf, wenn die Pumpe in die Sättigung läuft. Damit bleibt die Bewegung mehrerer Verbraucher auch bei Mengenmangel kontrollierbar.

Bauformen der Druckwaage Hydraulik im Überblick

Welche Bauform der Druckwaage Hydraulik passt, hängt von Schaltungstyp, Nenngröße und Einbausituation ab. Die Zwischenplattendruckwaage in NG06 oder NG10 — häufig von Bosch Rexroth — wird zwischen Wegeventil und Grundplatte gesetzt und lässt sich ohne Rohrleitungsänderung tauschen. Kompaktere Steuerblöcke nutzen dagegen Einschraubdruckwaagen als 2-Wege-Ausführung mit definierter Druckdifferenz. Vorgeschaltete LS-Druckwaagen können zusätzlich eine Druckabschneidung pro Sektion übernehmen und begrenzen so den Sektionsdruck. Nachgeschaltete Varianten arbeiten als Flow-Sharing-Element und verteilen den Volumenstrom lastunabhängig auf mehrere Kreise. Für Konstantpumpensysteme kommt die 3-Wege-Druckwaage mit Bypass zum Tank in Frage, die überschüssigen Strom direkt ableitet.

Auswahl: Druckwaage Hydraulik richtig dimensionieren

Bei der Auswahl einer Druckwaage Hydraulik zählen vor allem Nenngröße, maximaler Volumenstrom, Differenzdruck und Anschlussbild. Die Differenzdruckfeder bestimmt, welcher konstante Druckabfall sich über der Messblende einstellt. Übliche Werte liegen im Bereich von etwa 7 bis 14 bar. Der maximale Systemdruck liegt bei vielen Industrieanwendungen zwischen 250 und 350 bar; mobile Hochdrucksysteme arbeiten teils darüber. Achten Sie zusätzlich auf Lochbild nach ISO, Plattenmaterial, Dichtungswerkstoff sowie auf die Kompatibilität mit dem vorhandenen Wegeventil. Bei Load-Sensing-Steuerungen muss die Druckwaage zur LS-Pumpe und zum LS-Druck der Anlage passen. Im Partbase-Sortiment dominieren Bosch Rexroth Druckwaagen-Z als Zwischenplatten; ergänzend führen wir Druckwaagen und Zubehör von Hydac, Hawe und Stauff.

Druckwaage Hydraulik in Anwendung und Wartung

Im laufenden Betrieb zeigt sich eine Druckwaage Hydraulik selten direkt, sondern über das Verhalten der Anlage. Schwankt der Volumenstrom an einem Verbraucher mit der Last, hängt der Schieber, oder die Steuerleitung ist verstopft, lohnt der Blick auf die Druckwaage. Häufige Ursachen sind verklemmte Kolben durch Schmutzpartikel, ausgewaschene Steuerkanten oder beschädigte Federn. Eine saubere Filterstufe und passende Ölreinheitsklasse verlängern die Standzeit deutlich. Bei der Inbetriebnahme prüfen Sie den eingestellten LS-Druck, den Pumpenförderstrom und die Zuordnung der Steuerleitungen. Für Wartung und Tausch bietet Partbase neben Originalteilen auch passende Dichtsätze, Zwischenplatten und Verschraubungen, sodass eine Reparatur ohne Systemumbau möglich bleibt.

FAQ

Wie funktioniert eine Druckwaage in der Hydraulik?

Eine Druckwaage hält die Druckdifferenz über einer Messblende konstant, sodass der Volumenstrom lastunabhängig bleibt. Auf den Steuerkolben wirken der Druck vor der Blende sowie der Lastdruck zusammen mit einer Federkraft. Steigt der Lastdruck, verschiebt sich der Kolben und drosselt den Zulauf entsprechend. Der Volumenstrom hängt damit nur noch von der Drosselöffnung und der eingestellten Federkraft ab.

Was ist der LS-Druck und welche Rolle spielt er bei der Druckwaage?

Der LS-Druck ist der höchste Lastdruck im System, der an die Verstellpumpe zurückgemeldet wird. Die Pumpe stellt ihren Förderdruck so ein, dass er den LS-Druck um eine definierte Differenz übersteigt – typisch 15 bis 25 bar. Die Druckwaage hält genau diese Differenz über der Messblende konstant. So wird nur der tatsächlich benötigte Volumenstrom gefördert, was Energie spart.

Was bedeutet das Schaltzeichen einer Druckwaage Hydraulik?

Das Schaltzeichen zeigt einen Steuerkolben mit Feder und zwei Steuerleitungen. Eine Leitung führt den Druck vor der Messblende, die andere den Lastdruck. Der Pfeil im Symbol kennzeichnet die Drosselwirkung. Je nach Bauart erscheint die Druckwaage als 2-Wege- oder 3-Wege-Ventil, gelegentlich kombiniert mit einem Wechselventil zur Erfassung des höchsten Lastdrucks in Mehrkreissystemen.

Wann ist eine vorgeschaltete, wann eine nachgeschaltete Druckwaage sinnvoll?

Vorgeschaltete Druckwaagen sitzen vor dem Wegeventil und regeln den Volumenstrom je Sektion unabhängig vom Lastdruck. Nachgeschaltete Druckwaagen arbeiten als Flow-Sharing-Einheit: Sie teilen den verfügbaren Volumenstrom proportional auf, wenn die Pumpe in die Sättigung läuft. Letztere eignen sich besonders für Mobilhydraulik mit mehreren gleichzeitig betätigten Verbrauchern, bei denen eine kontrollierte Bewegungsaufteilung gefordert ist.

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