Hydraulik Pumpenabsicherungsblöcke

Ein Pumpenabsicherungsblock begrenzt den Betriebsdruck am Druckanschluss einer Hydraulikpumpe und schützt das System vor Überlast. Er kommt in stationären Hydraulikaggregaten, Pressen, Spritzgussmaschinen und mobilen Arbeitsmaschinen zum Einsatz. Im Partbase-Sortiment finden Sie Pumpenabsicherungsblöcke von Bosch Rexroth in den Baureihen DBA und DBAW mit Flansch- und Hochdruckflanschanschluss.

Pumpenabsicherungsblock im Hydrauliksystem

Der Pumpenabsicherungsblock sitzt direkt am SAE-Druckanschluss einer Hydraulikpumpe und übernimmt dort zwei Aufgaben: Druckbegrenzung und magnetbetätigte Entlastung. Im Inneren arbeitet ein vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil in Kegel-Sitz-Bauart, das den eingestellten Maximaldruck absichert. Typische Einsatzfelder sind Hydraulikaggregate, Werkzeugmaschinen und mobile Anwendungen mit hohen Volumenströmen – verfügbar bei Partbase in den Nenngrößen 16, 25 und 30 bis 350 bar.

Aufbau und Funktion eines Pumpenabsicherungsblocks

Ein Pumpenabsicherungsblock vereint mehrere hydraulische Funktionen in einem kompakten Gehäuse. Im Kern arbeitet ein vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil, das den Pumpendruck auf den eingestellten Wert hält. Steigt der Systemdruck über diesen Sollwert, öffnet das Ventil und führt den Volumenstrom drucklos in den Tank zurück.

Bei der Variante DBAW kommt ein aufgebautes Wege-Schieberventil hinzu. Dieses Magnetventil entlastet die Pumpe elektrisch, ohne dass der Antrieb abgeschaltet werden muss – sinnvoll bei häufigen Betriebspausen oder Warmlaufphasen. Der Block wird direkt auf den SAE-Druckanschluss der Pumpe geflanscht, was Verrohrung spart und Leckagestellen reduziert. Die Kegel-Sitz-Bauart sorgt für dichten Abschluss bei Nulldurchfluss. Eine Schutzkappe mit Innensechskant sichert die Druckeinstellung gegen unbeabsichtigtes Verstellen im Betrieb.

Baureihen und Anschlussarten beim Pumpenabsicherungsblock

Bei Bosch Rexroth dominieren die Baureihen DBA und DBAW aus der Produktfamilie DBA.15,25,30. DBA steht für reine Druckbegrenzung, DBAW für die zusätzliche magnetische Entlastung. Bei der Anschlussart sind zwei Varianten gebräuchlich: die Flanschverbindung nach ISO 4401-03-02-0-05 oder SAE 1 gemäß ISO 6162-1 sowie der Hochdruckflansch nach ISO 6162-2 für höhere Drücke. Welche Variante passt, hängt vom Pumpentyp und vom maximalen Betriebsdruck ab. Die folgende Übersicht fasst typische Kennwerte zusammen.

Baureihe

Nenngröße

Max. Druck

Max. Volumenstrom

DBA / DBAW 15

16

200–315 bar

300 l/min

DBA / DBAW 25

25

315–350 bar

400 l/min

DBA / DBAW 30

30

315 bar

höhere Volumenströme

Auswahlkriterien für den passenden Pumpenabsicherungsblock

Die Auswahl hängt von wenigen, aber kritischen Parametern ab. Ausgangspunkt ist der maximale Betriebsdruck der Pumpe: Je nach Anlage sind 200, 315 oder 350 bar relevant, und der Block muss diesen Wert sicher abdecken. Dazu kommt der zu erwartende Volumenstrom, der die Nenngröße bestimmt.

Ein häufig unterschätzter Punkt ist die Frage nach magnetischer Entlastung. Anlagen mit regelmäßigen Betriebspausen oder Warmlaufphasen profitieren von der DBAW-Variante, weil die Pumpe drucklos weiterlaufen kann, ohne den Antrieb abzuschalten. Bei rein druckbegrenzender Funktion reicht die DBA-Ausführung.

Das Anschlussbild der Pumpe legt fest, ob ein Flansch nach ISO 6162-1 oder ein Hochdruckflansch nach ISO 6162-2 benötigt wird – beides ist nicht kompatibel. Für die DBAW-Variante ist außerdem die Versorgungsspannung des Magneten zu klären, üblicherweise 24 VDC mit Gerätestecker nach EN 175301-803. Die Dichtungswerkstoffe sind in der Regel NBR und für HL-, HLP- und HFC-Druckflüssigkeiten freigegeben.

  • Maximaler Betriebsdruck der Pumpe (200, 315 oder 350 bar)
  • Nenngröße und Volumenstrom (300 oder 400 l/min)
  • Anschlussbild: Flansch ISO 6162-1 oder Hochdruckflansch ISO 6162-2
  • Bedarf an magnetischer Entlastung (DBA oder DBAW)
  • Versorgungsspannung und Steckerausführung

Pumpenabsicherungsblock im Partbase-Sortiment

Partbase führt Pumpenabsicherungsblöcke vorrangig in der Bauart von Bosch Rexroth, ergänzt um passende Komponenten aus dem Hydraulikportfolio weiterer Hersteller wie Hydac, Hawe und Enerpac. Der Schwerpunkt liegt auf den Baureihen DBA und DBAW in den Nenngrößen 16, 25 und 30, mit Druckeinstellbereichen von 6 bis 350 bar. Verfügbar sind Ausführungen mit Flanschverbindung und Hochdruckflansch, mit und ohne Magnetbetätigung. Typische Artikelnummern sind etwa R900246663, R900701929, R900750578, R900916662 oder R900916664. Mit einer Herstellerartikelnummer lässt sich der passende Block direkt zuordnen. Bei Fragen zu Anschlussbild oder Druckbereich unterstützt das Partbase-Team mit technischer Beratung und nennt verfügbare Alternativen.

FAQ

Wann ist die DBAW-Variante der DBA-Ausführung vorzuziehen?

Die DBAW-Variante empfiehlt sich überall dort, wo die Pumpe im laufenden Betrieb drucklos geschaltet werden muss, etwa bei Pausen, Aufheizphasen oder getakteten Prozessen. Die reine DBA-Ausführung reicht aus, wenn ausschließlich eine Druckbegrenzung ohne elektrische Entlastungsfunktion benötigt wird. Entscheidend ist, ob der Antrieb während druckloser Phasen weiterlaufen soll.

Was ist beim Flanschanschluss zu beachten, damit der Block zur Pumpe passt?

Lochbild, Flanschgröße und Druckklasse müssen mit dem SAE-Druckanschluss der Pumpe übereinstimmen. Für Standarddrücke bis etwa 315 bar kommt die Flanschverbindung nach ISO 6162-1 infrage, für höhere Drücke bis 350 bar der Hochdruckflansch nach ISO 6162-2. Ein Abgleich des Pumpen-Datenblatts vor der Bestellung verhindert Fehlanpassungen.

Für welche Hydraulikflüssigkeiten sind die Pumpenabsicherungsblöcke von Bosch Rexroth freigegeben?

Mit Standard-NBR-Dichtungen sind die Baureihen DBA und DBAW für Hydraulikflüssigkeiten der Klassen HL, HLP und HFC freigegeben, also Mineralöle und wasserhaltige schwer entflammbare Flüssigkeiten. Für abweichende Medien wie phosphatesterhaltige Öle ist ein anderer Dichtungswerkstoff erforderlich. Die genauen Freigaben sind dem jeweiligen Datenblatt zu entnehmen.

Wie lässt sich die richtige Nenngröße für eine Anwendung bestimmen?

Maßgeblich sind der maximale Volumenstrom der Pumpe und der geforderte Betriebsdruck. Nenngröße 16 deckt bis etwa 300 l/min ab, Nenngröße 25 bis 400 l/min. Der Druckeinstellbereich reicht je nach Ausführung von 6 bis 350 bar. Wer Pumpenfördervolumen und Systemdruck kennt, kann die passende Baureihe direkt aus den Katalogdaten ableiten.

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