Hydraulik Drosselrückschlagventile

Ein Drosselrückschlagventil Hydraulik kombiniert eine Drosselstelle mit einem Rückschlagventil und steuert so den Volumenstrom richtungsabhängig. Eingesetzt wird es zur Geschwindigkeitsregelung von Hydraulikzylindern, in Hubwerken, Pressen und mobilen Arbeitsmaschinen sowie an Anschlussplatten und Steuerblöcken. Bei Partbase finden Sie passende Ausführungen von Bosch Rexroth, Stauff und Hydac als Einschraubventile, Rohrleitungsventile und einstellbare Varianten in verschiedenen Nennweiten.

Drosselrückschlagventil Hydraulik richtig auswählen

Das Drosselrückschlagventil Hydraulik regelt den Ölstrom in einer Richtung gedrosselt und lässt ihn in der Gegenrichtung frei zurückfließen. Damit lassen sich Zylindergeschwindigkeiten gezielt einstellen, ohne den Rücklauf zu behindern. Im Sortiment von Partbase finden Sie Einschraub- und Rohrleitungsausführungen von Bosch Rexroth und Stauff sowie ergänzende Komponenten von Hydac für unterschiedliche Drücke, Anschlussgewinde und Nennweiten.

Funktion und Aufbau eines Drosselrückschlagventils Hydraulik

Ein Drosselrückschlagventil Hydraulik vereint zwei Funktionen in einem Gehäuse: eine Drosselstelle und ein Rückschlagventil, die parallel angeordnet sind. Fließt das Öl in Drosselrichtung, ist das Rückschlagventil geschlossen. Der gesamte Volumenstrom muss durch den engen Drosselquerschnitt, die Strömungsgeschwindigkeit sinkt, und der Zylinder fährt langsamer aus oder ein. In der Gegenrichtung öffnet das Rückschlagventil, das Öl fließt mit geringem Druckverlust am Drosselspalt vorbei, und der Zylinder kann ungebremst zurücklaufen. Bei einstellbaren Varianten lässt sich der Drosselquerschnitt über eine Spindel oder ein Handrad verändern, sodass die Geschwindigkeit fein angepasst werden kann. Der eingestellte Wert bleibt bei wechselnden Drücken nicht exakt konstant, weil es sich um eine reine Stromdrossel handelt, nicht um ein Stromregelventil.

Symbol und Schaltzeichen vom Drosselrückschlagventil Hydraulik

Im Schaltplan wird das Drosselrückschlagventil Hydraulik als kombiniertes Symbol dargestellt. Der Drosselzweig erscheint als verengter Strömungsquerschnitt, parallel dazu liegt das Rückschlagventil als Kugel mit Sitz und Pfeil in Durchflussrichtung. Ein schräger Pfeil über dem Symbol zeigt an, dass die Drossel einstellbar ist. Beim Lesen des Schaltzeichens ist die Einbaurichtung entscheidend: Die Pfeilrichtung des Rückschlagventils legt fest, in welcher Richtung das Ventil frei durchströmt wird. In der Gegenrichtung wirkt die Drossel. Nach DIN ISO 1219 liegen Drossel und Rückschlagventil immer im gleichen rechteckigen Rahmen, was die Fehlersuche erleichtert, wenn Geschwindigkeit oder Bewegungsrichtung eines Zylinders nicht stimmen.

Einbau und Anwendung des Drosselrückschlagventils Hydraulik

Beim Einbau zeigt die Drosselrichtung in die Strömung, die gebremst werden soll. Für ausfahrende Bewegungen unter Last wird das Ventil häufig im Ablauf montiert. Das stabilisiert den Lauf, weil das Öl zwischen Kolben und Tank gegen die Drossel arbeitet und die Last nicht durchsacken kann. Bei ziehenden Lasten oder bei Pumpen mit konstantem Volumenstrom wird dagegen oft im Zulauf gedrosselt. Typische Einsatzfelder reichen von Hubzylindern, Klappen und Pressen über Stützzylinder an Kranen bis zu Holzspaltern und Fahrwerksfunktionen mobiler Arbeitsmaschinen. Zu beachten sind die Pfeilrichtung am Gehäuse, ein sauberes Anzugsdrehmoment der Verschraubung und die Sicherung der Drosselspindel gegen unbeabsichtigte Verstellung im Betrieb. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen sollten zusätzlich Lasthalteventile oder Rohrbruchsicherungen vorgesehen werden, da eine Drossel allein keinen Lasthalt im Fehlerfall garantiert.

Bauformen und Auswahl von Drosselrückschlagventilen Hydraulik

Drosselrückschlagventile sind als Einschraubpatrone, als Rohrleitungsventil mit Innengewinde und als Zwischenplattenventil erhältlich. Bosch Rexroth liefert vor allem Einschraubventile für Steuerblöcke, darunter Ausführungen wie Bosch Rexroth R900481623 und Bosch Rexroth R900481624. Stauff bietet Rohrleitungsausführungen vom Typ NDRV mit Anschlüssen von G 1/8 bis G 2, Hydac ergänzt Komponenten für hydraulische Antriebssysteme. Für die Auswahl maßgeblich sind maximaler Betriebsdruck, Nenndurchfluss, Anschlussart und Gewinde, Einstellbereich sowie die Verträglichkeit mit dem verwendeten Hydrauliköl.

Bauform

Typische Anwendung

Beispielhersteller

Einschraubventil (Cartridge)

Steuerblöcke, Anschlussplatten

Bosch Rexroth

Rohrleitungseinbau, einstellbar

Hydraulikzylinder, Aggregate

Stauff

Komponente in Hydraulikbaugruppen

Mobile und stationäre Hydraulik

Hydac

Hersteller und Sortiment bei Partbase

Im Sortiment von Partbase liegt der Schwerpunkt auf Bosch Rexroth, ergänzt um Stauff und Hydac. Bosch Rexroth deckt Einschraubventile für Block- und Plattenmontage ab, darunter Patronen wie Bosch Rexroth R900517812. Diese Patronen lassen sich direkt in vorhandene Bohrungen integrieren und sind in vielen Steuerblöcken bereits vorgesehen. Stauff liefert Rohrleitungsausführungen der NDRV-Reihe für Anschlussgrößen von G 1/8 bis G 2 mit einstellbarer Spindel. Hydac steuert Komponenten für hydraulische Antriebssysteme bei, in denen Drosselfunktionen mit weiteren Bausteinen kombiniert werden. Bei Unsicherheiten zwischen Bauformen, Druckstufen oder Einstellbereichen steht die technische Beratung zur Verfügung.

FAQ

Was macht ein Drosselrückschlagventil in der Hydraulik?

Ein Drosselrückschlagventil drosselt den Volumenstrom in einer Richtung und lässt ihn in der Gegenrichtung über das integrierte Rückschlagventil nahezu ungehindert passieren. Damit lässt sich die Geschwindigkeit eines Hydraulikzylinders gezielt in einer Bewegungsrichtung reduzieren, ohne die Gegenbewegung zu behindern. Der Systemdruck bleibt erhalten, nur die Durchflussmenge pro Zeiteinheit wird begrenzt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Drosselventil und einem Drosselrückschlagventil?

Ein reines Drosselventil verengt den Strömungsquerschnitt in beiden Durchflussrichtungen gleichmäßig. Ein Drosselrückschlagventil wirkt dagegen nur in einer Richtung als Drossel; in der Gegenrichtung öffnet das parallel geschaltete Rückschlagventil, sodass das Öl frei zurückfließt. Diese Richtungsabhängigkeit macht es für die gezielte Geschwindigkeitsregelung einzelner Zylinderbewegungen besonders geeignet.

Wann sollte im Ablauf gedrosselt werden, wann im Zulauf?

Bei ziehenden oder fallenden Lasten empfiehlt sich die Ablaufdrosselung: Das Öl arbeitet gegen die Drossel, der Zylinder läuft stabil und die Last kann nicht durchsacken. Bei drückenden Lasten und konstantem Pumpenförderstrom ist Zulaufdrosselung möglich. Für sicherheitsrelevante Anwendungen wie Hubwerke oder Stützzylinder reicht eine Drossel allein nicht aus; zusätzliche Lasthalteventile sind erforderlich.

Welche Bauformen von Drosselrückschlagventilen gibt es und wofür eignen sie sich?

Einschraubpatronen (Cartridges) werden direkt in Steuerblöcke oder Anschlussplatten integriert und sparen Bauraum; Bosch Rexroth bietet hier ein breites Sortiment. Rohrleitungsventile mit Innengewinde, etwa von Stauff, eignen sich für den Einbau in bestehende Leitungsführungen. Zwischenplattenventile werden zwischen Wegeventil und Anschlussplatte gesetzt. Die Wahl hängt von Einbausituation, Nenndurchfluss und maximalem Betriebsdruck ab.

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