Hydraulik Winkelsensoren

Ein Winkelsensor Hydraulik erfasst die Drehlage einer Welle oder eines Hebels und gibt den Messwert als elektrisches Signal an die Steuerung weiter. Eingesetzt wird er in mobilen Arbeitsmaschinen, Schwenkantrieben, Hydraulikzylindern mit Drehbewegung und in stationären Anlagen. Bei Partbase finden Sie ein breites Sortiment passender Sensoren von Bosch Rexroth und Hydac in verschiedenen Bauformen und Signalvarianten.

Winkelsensor Hydraulik in der industriellen Praxis

Ein Winkelsensor Hydraulik liefert die Information, in welcher Stellung sich ein bewegtes Bauteil befindet. Genutzt wird das Signal für die Regelung von Schwenkwinkeln, Lenkwinkeln oder Arbeitsbewegungen an Hydraulikzylindern und Drehantrieben. Robuste Bauformen halten Vibrationen, Feuchtigkeit und einem weiten Temperaturbereich stand. Im Sortiment von Partbase finden Einkäufer Sensoren der erlaubten Hersteller in den gängigen Ausgangsvarianten, mit unterschiedlichen Wellenanschlüssen und Schutzarten für stationäre und mobile Anwendungen.

Winkelsensor Hydraulik: Funktion und Aufbau

Ein Winkelsensor Hydraulik misst die Winkelposition einer Welle und wandelt diese in ein elektrisches Signal. Üblich sind analoge Ausgänge mit 0–10 V oder 4–20 mA sowie digitale Schnittstellen wie CANopen oder SAE J1939. Im Inneren arbeiten je nach Bauart magnetische, induktive oder potentiometrische Messprinzipien. Magnetische Sensoren erfassen das Drehfeld eines Permanentmagneten und kommen ohne mechanischen Schleifkontakt aus. Das macht sie verschleißarm und unempfindlich gegen Schmutz, Öl und Vibrationen. In hydraulischen Systemen ist dieser Aufbau weit verbreitet, weil die Sensoren direkt an Schwenkzylindern, Drehdurchführungen oder Lenkachsen montiert werden. Wichtig für die Auswahl sind Messbereich, Linearität, Wiederholgenauigkeit und die Schutzart des Gehäuses.

Bauformen und Signalvarianten im Winkelsensor Hydraulik

Bei Hydraulikanwendungen sind mehrere Bauformen üblich. Sensoren mit Vollwelle werden über eine Kupplung mit der zu messenden Achse verbunden. Hohlwellensensoren schieben sich direkt auf die Welle und sparen Bauraum. Berührungslose Varianten arbeiten mit einem separaten Magneten auf der Welle und einem Elektronikkopf am Gehäuse; diese Trennung erlaubt den Betrieb durch eine Trennwand hindurch.

Für die Signalwahl gilt: Der analoge Ausgang 0–10 V lässt sich einfach an SPS-Eingänge in stationären Anlagen anbinden. Die Stromschnittstelle 4–20 mA ist störsicherer bei längeren Leitungen und eignet sich für Maschinen mit langen Kabelwegen. CAN-Bus-Varianten werden bevorzugt in der mobilen Hydraulik eingesetzt, wo eine Bordsteuerung die Signale verarbeitet. Redundante Ausführungen mit zwei unabhängigen Messkanälen werden in sicherheitsrelevanten Lenk- und Hubanwendungen verlangt.

Winkelsensor Hydraulik richtig auswählen

Vor der Auswahl steht die Frage nach dem Messbereich. Ein Schwenkantrieb mit 90° Drehbereich braucht keinen Multiturn-Geber; eine kontinuierlich drehende Welle dagegen schon. Daraus folgt die Entscheidung zwischen Singleturn und Multiturn. Im nächsten Schritt zählt die Einbausituation: Wellendurchmesser, Anflanschmaß und der verfügbare Bauraum bestimmen, ob eine Voll- oder Hohlwellenausführung passt. Für mobile Maschinen ist die Schutzart entscheidend. Üblich sind IP67 oder IP69K für Hochdruckreinigung. Der Temperaturbereich sollte die kalte Anlaufphase ebenso abdecken wie die Dauerbelastung im Sommerbetrieb. Bosch Rexroth und Hydac decken diese Anforderungen mit unterschiedlichen Varianten ab.

Einbau und Diagnose am Winkelsensor Hydraulik

Der Einbau beginnt mit der Ausrichtung der Welle. Bei mechanisch gekoppelten Sensoren sollte die Kupplung Versatz ausgleichen, damit das Lager nicht überlastet wird. Berührungslose Magnetsensoren erlauben einen kleinen Luftspalt zwischen Magnet und Elektronik. Der zulässige Abstand steht im Datenblatt; eine Abweichung verschiebt den Nullpunkt. Nach dem Einbau folgt die Inbetriebnahme. Viele Sensoren bieten eine Teach-Funktion, mit der sich der Nullwinkel und die Drehrichtung an die Anlage anpassen lassen. Für die Diagnose helfen die Statusanzeigen oder die zyklischen Diagnosedaten auf dem CAN-Bus. Tritt im Betrieb ein Signalsprung auf, lohnt sich ein Blick auf Stecker, Schirmung und Versorgungsspannung, bevor der Sensor selbst getauscht wird.

FAQ

Welches Messprinzip eignet sich am besten für Winkelsensoren in der Hydraulik?

Magnetische und induktive Messprinzipien sind in der Hydraulik am weitesten verbreitet, weil sie berührungslos arbeiten, verschleißarm sind und Vibrationen, Ölnebel sowie Schmutz gut vertragen. Potentiometrische Sensoren kommen seltener vor, meist dort, wo einfache Auswertung und niedrige Kosten Vorrang haben. Für sicherheitsrelevante Anwendungen wie Lenkung oder Hubfunktionen sind redundante Ausführungen mit zwei unabhängigen Messkanälen erforderlich.

Wann ist ein Multiturn-Sensor einem Singleturn-Sensor vorzuziehen?

Ein Singleturn-Sensor misst Winkel innerhalb einer Umdrehung bis maximal 360° und reicht für begrenzte Schwenkbewegungen aus. Ein Multiturn-Sensor erfasst zusätzlich die Anzahl vollständiger Umdrehungen und speichert diesen Wert auch nach Spannungsausfall. Er ist sinnvoll bei langen Spindeln, kontinuierlich drehenden Achsen oder Anwendungen, bei denen die absolute Position nach einem Neustart sofort bekannt sein muss.

Wann ist eine CAN-Bus-Schnittstelle sinnvoller als ein Analogausgang?

CAN-Bus empfiehlt sich, wenn mehrere Sensoren über lange Leitungen an eine Steuerung angebunden werden oder wenn neben dem Messwert auch Diagnosedaten übertragen werden sollen. In mobiler Hydraulik mit Bordsteuerung ist CAN heute Standard. Für einfache stationäre Anwendungen mit kurzer Verkabelung und einer einzelnen Messstelle genügt ein analoger Ausgang mit 4–20 mA oder 0–10 V in der Regel vollständig.

Welche Schutzart ist für den Außeneinsatz an mobilen Maschinen notwendig?

Für mobile Maschinen im Außeneinsatz oder bei Hochdruckreinigung ist IP69K erforderlich. Stationäre Anlagen kommen meist mit IP65 oder IP67 aus. Entscheidend ist, dass nicht nur das Gehäuse, sondern auch der Steckverbinder die geforderte Schutzart erreicht, da sonst Feuchtigkeit über den Anschluss eindringen kann und die Dichtigkeit des Gesamtsystems verloren geht.

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