Hydraulik Sensorik

Sensorik Hydraulik umfasst Messaufnehmer, die Druck, Temperatur, Volumenstrom, Position oder Ölzustand in hydraulischen Systemen erfassen und an die Steuerung übertragen. Eingesetzt wird sie in mobilen Arbeitsmaschinen, Werkzeugmaschinen, Pressen, Hebezeugen und Prüfständen. Bei Partbase finden Sie Drucksensoren, Temperatursensoren, Volumenstrom-, Weg-, Winkel- und Niveausensoren von Bosch Rexroth, Hydac und Stauff in zahlreichen Ausführungen.

Sensorik Hydraulik in Auswahl und Einsatz

Sensorik Hydraulik verbindet die mechanisch-fluidische Welt eines Hydrauliksystems mit der elektronischen Steuerung. Ohne präzise Messwerte zu Druck, Temperatur, Volumenstrom oder Kolbenposition lässt sich keine Anlage sicher regeln, überwachen oder dokumentieren. Das Spektrum reicht vom einfachen Druckschalter am Aggregat bis zum magnetostriktiven Wegsensor im Zylinder – die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Sensortypen, typische Auswahlkriterien und das Angebot im Partbase-Sortiment.

Aufgaben der Sensorik in der Hydraulik

Sensoren bilden die Schnittstelle zwischen Hydraulik und Steuerung. Sie erfassen physikalische Größen im Fluidkreis und liefern analoge oder digitale Signale an SPS, Bordrechner oder Diagnosegerät. Dabei lassen sich drei Funktionsbereiche unterscheiden: Regelung, Überwachung und Diagnose. Bei der Regelung schließen Druck- oder Wegsensoren Regelkreise um Proportional- und Servoventile. Für die Überwachung melden Druckschalter wie der Bosch Rexroth R900009090 Druckschalter und Temperatursensoren Grenzwerte, etwa bei Überlast oder beim Anfahren eines kalten Aggregats. In der Diagnose erfassen Ölzustands- und Volumenstromsensoren langsame Veränderungen, die auf Verschleiß oder Leckage hindeuten. Sensorik Hydraulik ist damit nicht nur Messmittel, sondern Voraussetzung für funktionale Sicherheit und vorausschauende Instandhaltung.

Typen in der Sensorik Hydraulik

Das Spektrum der Sensorik Hydraulik orientiert sich an der jeweils gemessenen Größe. Drucksensoren bilden mit Abstand die größte Gruppe und werden für Systemdruck, Vorsteuerdruck und Filterüberwachung eingesetzt. Volumenstromsensoren erfassen Förderströme an Pumpen und Verbrauchern, häufig nach dem Zahnrad- oder Turbinenprinzip. Für Zylinder kommen Wegsensoren in Frage, oft magnetostriktiv und direkt in den Kolben integriert. Abstandssensoren übernehmen ähnliche Aufgaben an externen Bauteilen. Hinzu kommen Temperatur- und Niveausensoren am Tank, Drehzahl- und Winkelsensoren an Motoren oder Schwenkeinheiten sowie Kraft- und Neigungssensoren in mobilen Anwendungen. Ölzustandssensoren ergänzen das Bild, wenn Partikel und Wassergehalt online überwacht werden sollen.

Sensorik Hydraulik richtig auswählen

Die Auswahl eines Hydrauliksensors beginnt mit der Messaufgabe: Welche Größe soll erfasst werden, in welchem Bereich, und mit welcher Genauigkeit über den gesamten Temperaturbereich? Daraus ergibt sich bereits ein erheblicher Teil der Spezifikation. Druckspitzen und zulässige Überlast sind dabei oft kritischer als der Nennmessbereich, weil sie über die mechanische Lebensdauer entscheiden. Auf der elektrischen Seite bestimmt die vorhandene Steuerungsarchitektur, ob ein analoges Signal, ein Schaltausgang oder eine Feldbus-Schnittstelle benötigt wird. Prozessanschluss, Dichtwerkstoff und Fluidverträglichkeit müssen zur Anlage passen; Schutzart und Vibrationsfestigkeit richten sich nach den Bedingungen am Einbauort.

  • Messgröße und Messbereich inklusive erwarteter Druckspitzen
  • Genauigkeit, Linearität und Temperaturdrift im Betriebsfenster
  • Prozessanschluss, Dichtwerkstoff und Verträglichkeit mit dem Hydraulikfluid
  • Signalausgang: 4–20 mA, 0–10 V, Schaltausgang, CANopen oder IO-Link
  • Schutzart, Vibrationsfestigkeit und EMV-Anforderungen am Einbauort

Sensorik Hydraulik im Partbase-Sortiment

Im Partbase-Katalog ist die Kategorie nach Messgrößen gegliedert, sodass Sie direkt zu Drucksensoren, Volumenstrom-, Weg-, Winkel-, Niveau-, Temperatur-, Drehzahl-, Kraft-, Positions- und Neigungssensoren sowie zum passenden Elektronik-Zubehör navigieren. Den Schwerpunkt bilden Hydraulik-Drucksensoren wie der Bosch Rexroth R901456334 Drucksensor, gefolgt von Abstands- und Volumenstromsensoren. Auf der Herstellerseite liefern Hydac und Bosch Rexroth den größten Teil des Sortiments, ergänzt durch Messtechnik-Komponenten von Stauff. Damit lassen sich sowohl Standardaufgaben in stationären Aggregaten als auch anspruchsvolle Anwendungen in mobilen Maschinen abdecken. Für individuelle Anforderungen, Sonderausführungen oder größere Stückzahlen unterstützt das Partbase-Team bei der technischen Klärung und der Beschaffung.

FAQ

Wie unterscheiden sich Hydraulik-Messtechnik und Sensorik?

Hydraulik-Messtechnik bezeichnet vor allem mobile Diagnosegeräte wie Messkoffer, Druckanzeigen und Messkupplungen, die zur Inbetriebnahme oder Fehlersuche eingesetzt werden. Sensorik umfasst dagegen fest installierte Aufnehmer, deren Signale dauerhaft an Steuerung oder Bordrechner übertragen werden. In der Praxis greifen beide Bereiche ineinander, weil Messkupplungen und Sensoren oft an denselben Messstellen sitzen.

Welche Signalausgänge sind in der Hydraulik-Sensorik üblich?

Analoge Stromausgänge mit 4–20 mA dominieren in der industriellen Hydraulik, weil sie unempfindlich gegen Leitungsverluste sind. Spannungsausgänge mit 0–10 V kommen bei kurzen Leitungswegen vor. Schaltausgänge dienen zur Grenzwertüberwachung. Digitale Schnittstellen wie IO-Link oder CANopen gewinnen an Bedeutung, besonders in mobilen Maschinen und Anlagen mit Predictive-Maintenance-Konzepten.

Worauf ist bei der Auswahl von Drucksensoren für Hydrauliksysteme besonders zu achten?

Neben dem Nenndruckbereich sind Überlastfestigkeit und Berstdruck entscheidend, da Hydrauliksysteme häufig kurze Druckspitzen erzeugen. Der Prozessanschluss muss zur vorhandenen Verschraubung passen, der Dichtwerkstoff zum eingesetzten Fluid. Für Regelaufgaben sind Genauigkeit, Temperaturdrift und Langzeitstabilität ausschlaggebend. An Aggregaten mit Frequenzumrichtern oder Schaltmagneten sind Schutzart und EMV-Festigkeit besonders zu prüfen.

Wann sind Wegsensoren gegenüber Drucksensoren die bessere Wahl in der Hydraulik?

Wegsensoren sind sinnvoll, wenn die tatsächliche Kolbenposition geregelt oder überwacht werden soll, nicht nur der Systemdruck. Typische Anwendungen sind Pressen, Hebezeuge und Positionieraufgaben, bei denen Kraft und Weg unabhängig voneinander kontrolliert werden müssen. Magnetostriktive Wegsensoren lassen sich direkt in den Zylinder integrieren und liefern hochauflösende, absolute Positionswerte ohne mechanischen Kontakt.

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