Hydraulik Drehzahlsensoren

Ein Drehzahlsensor Hydraulik erfasst die Drehzahl an Hydraulikpumpen und -motoren über induktive oder Hall-basierte Messprinzipien und liefert das Signal an Steuerung oder Messgerät. Eingesetzt wird er in Mobilhydraulik, stationären Antrieben, Prüfständen und in Hydraulik-Handmessgeräten zur Wartung. Bei Partbase finden Sie passende Drehzahlsensoren von Bosch Rexroth und Stauff, dazu Zubehör wie Anschlusskabel und Kalibrierzertifikate.

Drehzahlsensor Hydraulik im industriellen Einsatz

Ein Drehzahlsensor Hydraulik gehört zu den kleinen Bauteilen, die im Antriebsstrang viel entscheiden. Er misst die Umdrehung an der Welle oder am Zylinderblock und liefert ein elektrisches Signal an die Maschinensteuerung. Daraus ergeben sich Regelgrößen für Förderstrom, Drehmoment und Drehrichtung. In der Praxis kommen induktive Sensoren, Hall-Sensoren und Hall-Differenz-Varianten zum Einsatz. Welcher Sensor passt, hängt von Drehzahlbereich, Schutzart, Ausgangssignal und Einbauraum ab. Im Partbase-Sortiment finden Sie Sensoren von Bosch Rexroth und Stauff für Werkstatt, Prüfstand und Serieneinsatz.

Drehzahlsensor Hydraulik: Funktionsprinzip und Aufbau

Drehzahlsensoren in der Hydraulik arbeiten meist nach dem induktiven oder dem Hall-Prinzip. Der Sensor sitzt nahe an einer Verzahnung am Zylinderblock, an der Pumpenwelle oder an einem Polrad. Bewegt sich ein Zahn am Sensorkopf vorbei, ändert sich das Magnetfeld. Daraus entsteht ein Rechteck- oder Sinussignal, dessen Frequenz proportional zur Drehzahl ist. Zweikanal-Sensoren liefern zwei um 90° phasenverschobene Signale. Damit lässt sich neben der Drehzahl auch die Drehrichtung erkennen, was bei Hydraulikmotoren in Mobilhydraulik und Antriebstechnik wichtig ist. Typische Ausgangsarten sind PNP, NPN, Push-Pull und PWM. Die Tauchtiefe, der Abstand zum Geberrad und die Schutzart bestimmen, wie zuverlässig das Signal in rauer Umgebung bleibt. Sensoren von Bosch Rexroth sind häufig direkt auf bestimmte Pumpen- und Motorbaureihen abgestimmt.

Drehzahlsensor Hydraulik richtig auswählen

Die Auswahl beginnt mit dem Einsatzort. Serienmaschinen in der Mobilhydraulik stellen andere Anforderungen als ein Prüfstand oder ein Servicekoffer. Für Mobilanwendungen sind IP67, ein Temperaturbereich von −40 bis +125 °C und ein Frequenzbereich bis 20.000 Hz typische Mindestanforderungen. Prüfstände und Handmessgeräte benötigen dagegen oft einen Analogausgang und ein Kalibrierzertifikat, wie es Stauff für seine Hydraulik-Handmessgeräte anbietet.

Das Geberrad bestimmt die Sensorgeometrie: Zähnezahl, Material und das zulässige Spaltmaß zum Sensorkopf müssen aufeinander abgestimmt sein. Bei der Signalform ist zu klären, ob Frequenz, PWM, Push-Pull oder Open Collector gefordert ist. Für den Anschluss stehen offene Kabelenden, M12-Stecker oder DEUTSCH-DT04-Stecker zur Verfügung. Soll die Drehrichtung erkannt werden, ist ein zweikanaliger Sensor nötig.

Wer einen Hydraulikmotor nachrüsten will, sollte vorab prüfen, ob am Gehäuse eine Sensoraufnahme bereits vorbereitet ist. Fehlt diese, ist ein OEM-Ersatzsensor oft einfacher zu beschaffen als eine Nachrüstlösung.

Einbau, Signalauswertung und Diagnose

Beim Einbau entscheidet der Luftspalt zwischen Sensorkopf und Geberzahn über die Signalqualität. Zu großer Abstand führt zu schwachen Flanken, zu geringer Abstand zu mechanischen Schäden. Der Hersteller gibt im Datenblatt einen Bereich vor, der eingehalten werden muss. Bei Push-Pull-Ausgängen ist die Verdrahtung gegenüber Open-Collector-Varianten einfacher, weil kein externer Pull-up nötig ist.

Auf Steuerungsseite werden die Signale meist an Frequenzeingänge einer SPS, eines mobilen Steuergeräts oder eines Anzeigegeräts geführt. Bei Handmessgeräten erfolgt die Auswertung intern; ein Drehzahlsensor Hydraulik mit Kalibrierzertifikat sichert dabei die Messgenauigkeit ab.

Fällt ein Sensor aus, zeigt sich das häufig als Drehzahlsignal null, als sporadische Aussetzer oder als Drehrichtungsfehler in der Steuerung. Ursachen sind oft Spänebefall am Sensorkopf, ein verändertes Spaltmaß durch Verschleiß oder Spannungsabfälle in langen Leitungen. Für die Diagnose reichen ein Multimeter mit Frequenzfunktion und ein Oszilloskop. Die Kabelschirmung sollte dabei ebenfalls geprüft werden, da eingekoppelte Störsignale ähnliche Symptome erzeugen können.

Drehzahlsensor Hydraulik bei Partbase: Sortiment und Hersteller

Im Partbase-Katalog sind Drehzahlsensoren für die Hydraulik in mehreren Ausführungen gelistet. Den Schwerpunkt bilden Sensoren von Bosch Rexroth, die als OE-Komponenten zu Axialkolbenpumpen, Verstelleinheiten und Hydraulikmotoren passen. Bekannte Sachnummern sind etwa R900892375, R901574090 und R902033161. Ergänzend sind Drehzahlsensoren von Stauff für Hydraulik-Handmessgeräte verfügbar, mit Anschluss an Analogeingänge und optionalem Kalibrierzertifikat.

Damit sind zwei typische Beschaffungsfälle abgedeckt: der direkte OEM-Ersatz für eine Bosch-Rexroth-Pumpe und die Ausstattung eines mobilen Messgeräts für den Serviceeinsatz. Wer die passende Variante nicht eindeutig zuordnen kann, sollte Maschinendaten, Pumpentyp und die vorhandene Sensorbezeichnung bereithalten. Damit lässt sich der richtige Drehzahlsensor Hydraulik zuverlässig identifizieren.

FAQ

Wann wird ein Zweikanal-Drehzahlsensor benötigt?

Ein Zweikanal-Drehzahlsensor ist erforderlich, wenn die Steuerung neben der Drehzahl auch die Drehrichtung sicher erkennen muss. Die beiden um 90° phasenverschobenen Signale ermöglichen die Unterscheidung zwischen Vorwärts- und Rückwärtslauf. Typische Einsatzfälle sind Fahrantriebe in der Mobilhydraulik, Winden und reversierende Hydraulikmotoren.

Welche Schutzart sollte ein Drehzahlsensor für Hydraulikanwendungen haben?

Für Hydraulikpumpen und -motoren im Feldeinsatz ist mindestens IP67 empfehlenswert. In der Mobilhydraulik kommen häufig Sensoren hinzu, die Temperaturen von −40 bis +125 °C, Salznebel und mechanische Belastungen am Gewinde standhalten. Für Prüfstände mit kontrollierter Umgebung genügen oft Sensoren mit geringerer Schutzklasse.

Kann ein Hydraulikmotor nachträglich mit einem Drehzahlsensor ausgerüstet werden?

Eine Nachrüstung ist möglich, wenn der Motor eine Drehzahlsensor-Vorbereitung besitzt – also eine passende Gehäusebohrung und ein verzahntes Element am Zylinderblock. Fehlt diese Vorbereitung, ist der Aufwand in der Regel nicht wirtschaftlich. Vor der Bestellung empfiehlt sich ein Abgleich der Motortypenbezeichnung und Sachnummer mit dem Hersteller.

Was unterscheidet einen Drehzahlsensor für Prüfstände von einem für Serienmaschinen?

Prüfstandssensoren, wie sie Stauff für Hydraulik-Handmessgeräte anbietet, verfügen häufig über einen Analogausgang und ein Kalibrierzertifikat, das die Messgenauigkeit dokumentiert. Sensoren für Serienmaschinen sind dagegen auf feste Ausgangssignale wie Push-Pull oder PNP ausgelegt und direkt auf bestimmte Pumpen- oder Motorbaureihen abgestimmt, etwa bei Bosch Rexroth.

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