Hydraulik Filtermodule

Ein Filtermodul Hydraulik filtert die Druckflüssigkeit im Hydrauliksystem und schützt Pumpen, Ventile und Zylinder vor Partikeln und Verschleiß. Typische Einsatzfelder sind Werkzeugmaschinen, mobile Arbeitsmaschinen, Prüfstände und industrielle Hydraulikaggregate im Dauerbetrieb. Bei Partbase finden Sie ein breites Sortiment an Druck-, Rücklauf-, Saug- und Belüftungsfiltern von Bosch Rexroth, Hydac, Stauff, Hawe und Hengst Filtration in unterschiedlichen Nenngrößen und Druckstufen.

Filtermodul Hydraulik im industriellen Einsatz

Ein Filtermodul Hydraulik hält die Druckflüssigkeit auf der geforderten Reinheitsklasse und sichert so die Funktion empfindlicher Bauteile wie Servoventile oder Axialkolbenpumpen. Je nach Einbauort spricht man von Druck-, Rücklauf-, Saug- oder Belüftungsfiltern, ergänzt um Nebenstromlösungen. Die Auswahl richtet sich nach Volumenstrom, Betriebsdruck und gefordertem Abscheidegrad. Bei Partbase finden Sie passende Module und Ersatzelemente von Bosch Rexroth, Hydac, Stauff, Hawe und Hengst Filtration für Industrie- und Mobilhydraulik.

Aufbau und Funktion vom Filtermodul Hydraulik

Ein Filtermodul Hydraulik besteht im Kern aus einem druckfesten Gehäuse, einem austauschbaren Filterelement und einem Filterkopf mit Anschlüssen für Zu- und Ablauf. Im Element trennt ein gefaltetes Filtermedium aus Glasfaser, Zellulose oder Drahtgewebe Partikel vom Hydrauliköl. Ein Bypassventil schützt das Element vor Beschädigung, wenn der Differenzdruck zu hoch wird, etwa beim Kaltstart. Ein Verschmutzungsanzeiger meldet, sobald das Element gewechselt werden sollte. Je nach Bauform sitzt das Modul direkt in der Druckleitung, im Rücklauf, am Tank oder als Anflanschvariante an der Pumpe. So lässt sich die Filterstufe gezielt dort platzieren, wo der Schmutzeintrag im Hydrauliksystem entsteht.

Bauformen vom Filtermodul Hydraulik im Überblick

In der Praxis unterscheidet man vier Hauptbauformen, die sich durch Einbauort und Druckbereich ergeben. Druckfilter sitzen direkt nach der Pumpe und schützen nachgelagerte Ventile bei Betriebsdrücken bis 400 bar. Rücklauffilter filtern das Öl vor dem Eintritt in den Tank und eignen sich besonders, wenn Schmutz aus Zylindern oder Werkzeugen eingetragen wird. Saugfilter schützen die Pumpe vor groben Verunreinigungen, dürfen aber nicht zu fein abscheiden, um Unterdruck zu vermeiden. Belüftungsfilter reinigen die nachströmende Luft am Tank. Für Anlagen, bei denen ein Elementwechsel im laufenden Betrieb erforderlich ist, kommen Doppelschaltfilter zum Einsatz.

  • Druckfilter: Nenndrücke bis 400 bar, häufig in Leitungs- oder Zwischenplattenbauweise
  • Rücklauffilter: Volumenströme bis etwa 1.000 l/min, Druckstufen bis 25 bar
  • Saugfilter: Tank- oder Leitungsmontage, grobe Filtrierung zum Pumpenschutz
  • Belüftungsfilter: abgestimmt auf die Filterfeinheit des Ölfilters
  • Doppelschaltfilter: Elementwechsel im laufenden Betrieb möglich

Filtermodul Hydraulik richtig auswählen

Bei der Auswahl zählt zuerst das Hydraulikschema. Aus Pumpentyp, Betriebsdruck und Volumenstrom ergibt sich der grundsätzliche Filterplatz. Danach folgt die geforderte Ölreinheitsklasse nach ISO 4406, die etwa bei Servoventilen deutlich strenger ausfällt als in einfachen Mobilhydrauliken. Die Filterfeinheit, angegeben in µm und über den β-Wert beschrieben, muss zur empfindlichsten Komponente passen. Ebenso wichtig sind Anschlussbild, Nenngröße und die Verträglichkeit mit dem eingesetzten Hydrauliköl, etwa HLP oder HFC. Für die Wartung sollten Sie auf gute Zugänglichkeit, eine eindeutige Element-Kennzeichnung und einen funktionierenden Verschmutzungsanzeiger achten. So bleibt das Filtermodul Hydraulik über die geplante Standzeit hinweg betriebssicher.

Einbau, Wartung und Ersatzelemente

Der Einbau eines Filtermoduls Hydraulik folgt der Fließrichtung am Gehäuse und den Vorgaben des Herstellers zu Anzugsdrehmomenten und Dichtungssitz. Nach dem ersten Anlauf empfiehlt sich eine kurze Spülphase, gefolgt von einem Wechsel des Elements, um den Einbauschmutz aus dem System zu entfernen. Im laufenden Betrieb wird das Element entweder nach Differenzdruckanzeige oder nach festen Intervallen getauscht. Verwenden Sie dabei originale oder freigegebene Alternativelemente, damit β-Wert, Bypassdruck und Dichtungswerkstoff zur Anwendung passen. Bei Partbase erhalten Sie Module und Ersatzelemente von Bosch Rexroth, Hydac, Stauff, Hawe und Hengst Filtration sowie ergänzendes Zubehör wie Wartungsanzeiger und Filterköpfe.

FAQ

Welchen Unterschied macht ein Bypassventil im Filtermodul?

Das Bypassventil öffnet, wenn der Differenzdruck am Filterelement einen definierten Grenzwert überschreitet, etwa beim Kaltstart oder bei stark verschmutztem Element. Es verhindert, dass das Filtermedium reißt und Partikel schlagartig ins System gelangen. Während der Bypassphase strömt jedoch ungefiltertes Öl, weshalb ein zeitnaher Elementwechsel nach Anzeige unverzichtbar ist.

Welche Ölreinheitsklasse lässt sich mit einem Hydraulik-Filtermodul erreichen?

Die erreichbare Reinheitsklasse nach ISO 4406 hängt von Filterfeinheit, β-Wert und Umlaufzahl ab. Mit Glasfaserelementen im Bereich 3 bis 10 µm sind Klassen von 18/16/13 bis 16/14/11 stabil erreichbar. Maßgeblich sind die Anforderungen der empfindlichsten Komponente im System, etwa Servoventile oder Axialkolbenpumpen mit engen Spaltmaßen.

Wann sollte das Filterelement gewechselt werden?

Der Wechsel erfolgt entweder nach Verschmutzungsanzeige oder nach festem Zeitintervall. Spricht der Differenzdruckschalter an oder zeigt der mechanische Indikator den roten Bereich, ist das Element gesättigt. Viele Hersteller empfehlen zusätzlich einen Wechsel mindestens einmal jährlich sowie nach Inbetriebnahme, Ölwechsel oder Reparaturen, bei denen Schmutz ins System gelangen konnte.

Können Filterelemente verschiedener Hersteller kombiniert werden?

Alternativelemente sind grundsätzlich möglich, müssen aber technisch zum Gehäuse passen. Zu prüfen sind Abmessungen, Dichtungswerkstoff, β-Wert, Bypassdruck und die Freigabe für den eingesetzten Öltyp. Werden diese Parameter eingehalten, lassen sich Sortimente konsolidieren, ohne die Filterwirkung oder die Betriebssicherheit des Hydrauliksystems zu beeinträchtigen.

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