Saugfilter Hydraulik richtig auswählen und einbauen
Der Saugfilter Hydraulik sitzt direkt vor der Pumpe und hält grobe Partikel aus dem Öl zurück, bevor sie in die Saugleitung gelangen. Damit reduziert er Pumpenverschleiß und schützt nachgelagerte Komponenten wie Ventile und Zylinder. Üblich sind Filterfeinheiten zwischen 60 und 125 µm, häufig mit Bypass-Ventil. Bei Partbase erhalten Sie Saugfilter für Tank- und Leitungseinbau von Hengst Filtration, Stauff und Bosch Rexroth in passenden Baugrößen und Anschlüssen für Mobil- und Stationärhydraulik.
Aufbau und Funktion vom Saugfilter Hydraulik
Ein Saugfilter Hydraulik besteht aus einem Filtergehäuse, einem Filterelement und in den meisten Bauformen aus einem Bypass-Ventil. Das Öl wird durch das Element gesaugt, grobe Verschmutzungen bleiben im Filtergewebe hängen. Als Filtermedium kommen vor allem Drahtgewebe aus Edelstahl oder Polyester sowie harzgetränktes Filterpapier zum Einsatz. Drahtgewebe ist robust und reinigbar, Papierelemente filtern feiner, sind aber Wechselteile. Das Bypass-Ventil öffnet bei steigendem Differenzdruck, etwa wenn der Filter zusetzt oder das Öl kalt und zäh ist. So bleibt die Pumpe versorgt und Kavitation wird vermieden. Typische Filterfeinheiten liegen zwischen 60 und 125 µm, bei Patronenausführungen auch bei 10 oder 25 µm. Der zulässige Betriebsdruck ist niedrig, meist um 0,5 bis 12 bar, da der Filter im Saugbereich arbeitet.
Tankeinbau und Leitungseinbau im Vergleich
Beim Saugfilter Hydraulik unterscheidet man grundsätzlich zwei Einbauarten. Der Tankeinbau sitzt direkt am Sauganschluss innerhalb des Hydrauliköltanks, taucht ins Öl ein und filtert grob, oft mit einem Metallsieb von 90 bis 125 µm. Diese Bauform ist platzsparend, wartungstechnisch aber aufwendiger, weil der Tank geöffnet werden muss. Der Leitungseinbau wird außerhalb des Tanks in die Saugleitung gesetzt, meist als Patronenfilter mit Verschmutzungsanzeige. Hier sind feinere Filterstufen möglich, und ein Elementwechsel ist ohne Öffnen des Tanks machbar. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Tankgeometrie, Nenndurchfluss und Wartungskonzept ab – die folgende Übersicht fasst die wesentlichen Unterschiede zusammen:
Tankeinbau: kompakt, einfache Konstruktion, gröbere Filterfeinheit, Wartung über Tank. Leitungseinbau: zugänglich, feinere Filterung, oft mit Verschmutzungsanzeige und Bypass. Saugkorb (Sieb): drucklos, reinigbar, Feinheit 90–125 µm.
Saugfilter Hydraulik auswählen: Kenngrößen und Kriterien
Aus den beschriebenen Einbauarten ergeben sich direkt die Auswahlkriterien. Der Nenndurchfluss muss zur Pumpenfördermenge passen; in der Praxis wählt man den Filter eher eine Stufe größer, um Druckverluste klein zu halten. Die Filterfeinheit richtet sich nach dem Pumpentyp: Zahnradpumpen vertragen 60 bis 125 µm, empfindlichere Systeme verlangen feinere Werte über zusätzliche Druck- oder Rücklauffilter. Anschlussgewinde, Einbaulage, Öltemperaturbereich und Viskosität sind weitere Pflichtangaben. Der Öffnungsdruck des Bypass-Ventils liegt typisch bei 0,2 bis 0,5 bar. Das Filtergehäuse sollte zum Tankmaterial passen; bei aggressiven Medien sind Edelstahlsiebe sinnvoll. Eine Verschmutzungsanzeige meldet erhöhten Differenzdruck und ist bei kritischen Anwendungen empfehlenswert. Die Datenblätter der Hersteller, etwa von Hengst Filtration oder Stauff, liefern die verbindlichen Grenzwerte für den Abgleich.
Anwendungen und Hersteller im Partbase-Sortiment
Saugfilter Hydraulik kommen überall dort zum Einsatz, wo eine Pumpe Öl aus einem Tank ansaugt: in Hydraulikaggregaten für Werkzeugmaschinen, in mobilen Arbeitsmaschinen, in der Forst- und Landtechnik sowie in Pressen und Förderanlagen. Im Partbase-Sortiment sind überwiegend Saugfilter von Hengst Filtration verfügbar, in verschiedenen Baulängen mit Außenmaßen von 135 bis 300 mm für gängige Tankanschlüsse. Stauff liefert Patronen- und Tankeinbaufilter, Bosch Rexroth ist mit ausgewählten Typen vertreten. Für angrenzende Komponenten wie Rücklauffilter, Hydraulikölkühler oder Aggregate stehen weitere Hersteller wie Hydac und Hawe bereit.
Einbauart | Typische Feinheit | Druckbereich | Wartung |
|---|---|---|---|
Tankeinbau | 60 – 125 µm | bis ca. 0,5 bar | über Tanköffnung |
Leitungseinbau (Patrone) | 10 – 25 µm | bis ca. 12 bar | Elementwechsel extern |
Saugkorb (Sieb) | 90 – 125 µm | drucklos | Reinigung möglich |
















































