Hydraulik Druckfilter

Ein Druckfilter Hydraulik schützt empfindliche Komponenten hinter der Pumpe, indem er Partikel vor Ventilen, Zylindern und Servoeinheiten zurückhält. Typische Einsatzfelder sind mobile Arbeitsmaschinen, stationäre Pressen, Werkzeugmaschinen und Hydraulikaggregate in der Prozessindustrie. Bei Partbase finden Sie Druckfilter und passende Elemente von Hydac, Bosch Rexroth, Stauff, Hawe und Hengst Filtration in unterschiedlichen Nennweiten, Druckstufen und Feinheiten.

Druckfilter Hydraulik im industriellen Einsatz

Ein Druckfilter Hydraulik sitzt im Hochdruckstrang direkt nach der Pumpe und filtert das Öl, bevor es Ventile, Proportionaltechnik oder Aktoren erreicht. Damit übernimmt er eine Schutzfunktion für die teuersten und empfindlichsten Bauteile im System. In der Praxis kommen Druckfilter in Hydraulikaggregaten, Pressen, Spritzgussmaschinen, mobilen Arbeitsmaschinen und Prüfständen zum Einsatz. Im Sortiment von Partbase finden Sie Komponenten und Ersatzelemente passender Hersteller in den üblichen Druckstufen und Filterfeinheiten.

Funktionsweise und Aufbau eines Druckfilter Hydraulik

Ein Druckfilter Hydraulik besteht im Kern aus einem druckfesten Gehäuse, einem Filterkopf mit Ein- und Auslass sowie einem austauschbaren Filterelement. Das Öl strömt unter Systemdruck durch das Element, meist von außen nach innen, sodass Schmutzpartikel im Filtermaterial zurückgehalten werden. Als Filtermedien sind Mikrofaservliese, Drahtgewebe oder Kombinationen üblich. Stauff-Elemente arbeiten beispielsweise mit Edelstahldrahtgewebe in Feinheiten von 10, 25, 40 oder 60 µm. Viele Bauformen enthalten ein Bypassventil, das bei Verstopfung oder Kaltstart öffnet und so Druckspitzen im System vermeidet. Eine Verschmutzungsanzeige signalisiert mechanisch oder elektrisch, wann ein Wechsel ansteht. Daraus ergibt sich ein klar definierter Wartungspunkt im Hydrauliksystem.

Bauformen und Druckstufen beim Druckfilter Hydraulik

Druckfilter werden nach maximalem Betriebsdruck unterschieden. Niederdruck- und Mitteldruckfilter decken Bereiche bis etwa 110 bis 320 bar ab und kommen häufig in Standardaggregaten zum Einsatz. Hochdruckfilter sind für 400 bis 420 bar ausgelegt und sitzen in Pressen, Servoanwendungen und mobilen Arbeitsmaschinen mit hohem Lastkollektiv. Für die Auswahl sind Nenndurchfluss, Anschlussgröße und Gehäusematerial – etwa Aluminium oder Sphäroguss – gemeinsam zu betrachten. Die Filterfeinheit hängt von den nachfolgenden Komponenten ab; üblich sind 3, 6, 10, 25 oder 40 µm. Ob ein Bypass integriert ist und welche Anzeigeoption verbaut wird, richtet sich nach den Anforderungen der Anlage. Hydac, Bosch Rexroth, Stauff, Hawe und Hengst Filtration bieten dafür abgestimmte Baureihen.

Druckfilter Hydraulik richtig auswählen

Druckstufe, Nenndurchfluss, Anschlussbild und Filterfeinheit müssen gemeinsam betrachtet werden. Ausgangspunkt ist die geforderte Reinheitsklasse nach ISO 4406 für die nachfolgenden Komponenten. Servoventile verlangen feinere Elemente als einfache Wegeventile. Je höher der β-Wert, desto besser ist die Abscheideleistung bei der angegebenen Partikelgröße. Zu beachten ist außerdem die Verträglichkeit der Dichtung mit dem Hydraulikmedium: NBR ist der Standard, für Sonderöle kommt FKM zum Einsatz. Bei Ersatzelementen sind Außendurchmesser, Innendurchmesser, Baulänge und Dichtungstyp die entscheidenden Maße. Ein typisches Stauff-Element hat etwa 44,5 mm Außendurchmesser und 84 mm Baulänge. Bei einer Nachbestellung sollte immer die vollständige Herstellernummer zusammen mit der geforderten Feinheit angegeben werden.

Wartung und Wechsel beim Druckfilter Hydraulik

Ein Druckfilter Hydraulik wird in festen Intervallen oder anhand der Verschmutzungsanzeige getauscht. In der Praxis hat sich ein erster Wechsel nach etwa 50 Betriebsstunden bei neuen Aggregaten bewährt, danach folgt der Tausch nach Herstellerangabe oder spätestens jährlich. Zeigt die Anzeige dauerhaft Rot oder schaltet der Druckdifferenzschalter, sollte das Element zeitnah gewechselt werden. Vor dem Öffnen das System drucklos schalten und die Restmenge im Gehäuse auffangen. Verwenden Sie ausschließlich Originalelemente oder geprüfte Alternativen mit identischen Maßen und gleichem β-Wert. Eine Sichtprüfung des alten Elements gibt Hinweise auf Verschleißbilder im System, etwa Abrieb, Lackbildung oder Wassereintrag.

  • System drucklos schalten und Filtergehäuse demontieren
  • Altes Element entnehmen, Dichtflächen reinigen, neue Dichtung einsetzen
  • Neues Element prüfen, mit sauberem Öl benetzen und einsetzen
  • Gehäuse mit definiertem Drehmoment verschließen und Anlage entlüften

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einem Druckfilter und einem Rücklauffilter?

Ein Druckfilter sitzt im Hochdruckstrang nach der Pumpe und schützt empfindliche Komponenten wie Ventile und Servoeinheiten direkt vor Partikeln. Ein Rücklauffilter reinigt das Öl auf dem Weg zurück in den Tank und arbeitet drucklos. Druckfilter benötigen deshalb druckfeste Gehäuse und sind konstruktiv aufwendiger, bieten aber einen gezielteren Schutz für kritische Bauteile.

Welche Filterfeinheit brauche ich für Servo- und Proportionalventile?

Servo- und Proportionalventile verlangen in der Regel Filterfeinheiten von 3 bis 10 µm, da ihre engen Steuerkanten besonders verschleißempfindlich sind. Einfache Wegeventile kommen meist mit 10 bis 25 µm aus. Maßgeblich ist die geforderte ISO-Reinheitsklasse nach ISO 4406 der nachgeschalteten Komponente sowie der β-Wert des eingesetzten Filterelements.

Woran erkenne ich, welches Ersatzelement zu meinem Druckfilter passt?

Entscheidend sind Außendurchmesser, Innendurchmesser, Baulänge, Dichtungstyp und Filterfeinheit. Diese Maße stehen auf dem Gehäuse oder im Wartungshandbuch der Anlage. Zusätzlich sollte der β-Wert des Ersatzelements dem Original entsprechen. Bei Stauff-Elementen sind etwa Außendurchmesser und Baulänge je nach Baureihe unterschiedlich, weshalb die vollständige Herstellernummer bei der Nachbestellung angegeben werden sollte.

Muss ein Druckfilter immer ein Bypassventil haben?

Ein Bypassventil ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber in den meisten Anwendungen sinnvoll. Es öffnet bei Verstopfung oder Kaltstart und verhindert so Druckspitzen, die das Filterelement oder nachgelagerte Komponenten beschädigen könnten. In Anwendungen mit sehr hohen Reinheitsanforderungen, etwa bei Servoventilen, wird bewusst auf Bypass verzichtet, um sicherzustellen, dass kein ungefilteres Öl durchfließt.

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