Hydraulikschlauch Meterware richtig auswählen
Hydraulikschlauch Meterware wird dort eingesetzt, wo Standardlängen nicht passen und Leitungen individuell konfektioniert werden müssen. Der Schlauch besteht aus einer Innenseele, einer Druckträgerlage aus Stahldraht- oder Textilgeflecht und einer Außendecke. Je nach Norm, Druckstufe und Innendurchmesser eignet er sich für unterschiedliche Anwendungen, vom mobilen Anbaugerät bis zur stationären Presse. Bei Partbase erhalten Sie Meterware nach Bedarf, passend zu Armaturen und Pressfittings führender Hersteller des Industriebedarfs.
Aufbau und Normen beim Hydraulikschlauch Meterware
Ein Hydraulikschlauch besteht im Kern aus drei Schichten. Die Innenseele führt das Medium und ist in der Regel aus synthetischem Kautschuk oder Thermoplast gefertigt. Darüber liegt die Druckträgereinlage aus Stahldrahtgeflecht, Stahldrahtspirale oder Textilgeflecht. Die Außendecke schützt vor Abrieb, Öl und Witterung.
Für die Auswahl sind die einschlägigen Normen entscheidend. EN 853 und EN 857 beschreiben Schläuche mit Stahldrahtgeflecht für mittlere bis hohe Drücke. EN 856 deckt Spiralschläuche für sehr hohe Drücke ab, EN 854 textile Ausführungen für niedrigere Drücke. Die Norm legt Aufbau, Mindestberstdruck, Biegeradius und Temperaturbereich fest. Meterware sollte daher immer mit DN-Größe und Druckstufe abgeglichen werden, damit Schlauch und Armatur sicher zusammenpassen.
Bauarten von Hydraulikschlauch Meterware im Überblick
In der Praxis lassen sich Hydraulikschläuche grob in vier Gruppen einteilen. Die Auswahl hängt von Druck, Pulsation und Verlegesituation ab.
- 1SN / 2SN (EN 853): ein- oder zweilagiges Stahldrahtgeflecht, Standard für Allgemeinhydraulik. - 1SC / 2SC (EN 857): kompakter Aufbau mit kleinerem Außendurchmesser und engerem Biegeradius. - 4SP / 4SH (EN 856): vier Lagen Stahldrahtspirale für Hochdruck- und Impulseinsätze. - R7 / R8 (Thermoplast): leichte, nicht leitfähige Schläuche, oft an Hubarbeitsbühnen oder in der Schmiertechnik.
Die Liste zeigt, dass Bauart und Einsatzbedingungen eng zusammenhängen. Für viele mobile Anwendungen reicht ein 2SN-Schlauch in DN10 oder DN12. Bei stark pulsierender Last, etwa an Pressen oder Brechern, sind Spiralschläuche nach EN 856 die sichere Wahl. Bosch Rexroth, Hydac und Stauff bieten dafür abgestimmte Schlauch- und Armaturenprogramme.
Hydraulikschlauch Meterware: DN-Größe und Druck bestimmen
Die Auslegung beginnt mit dem Volumenstrom. Aus Volumenstrom und zulässiger Strömungsgeschwindigkeit ergibt sich der nötige Innendurchmesser. Übliche Richtwerte sind bis etwa 1,5 m/s in Saugleitungen, 4 bis 5 m/s in Druckleitungen und bis 3 m/s in Rückläufen. Daraus folgt die DN-Größe, also die Nennweite des Schlauchs in Millimetern.
Im zweiten Schritt ist der Betriebsdruck zu prüfen. Der dauerhafte Arbeitsdruck darf den zulässigen Wert des Schlauchs nicht überschreiten; Druckspitzen und Pulsationen sind dabei einzurechnen. Zu beachten sind außerdem der Mindestbiegeradius, der Temperaturbereich des Mediums und die Verträglichkeit mit dem Hydrauliköl. Wer diese Parameter vollständig dokumentiert, kann Schlauch und Armatur bei Partbase gezielt auswählen.
Längenermittlung und Verpressung von Hydraulikschlauch Meterware
Die Länge wird zwischen den Dichtflächen der beiden Armaturen gemessen, nicht über alles. Bei beweglichen Anwendungen ist ausreichend Bewegungsspielraum einzuplanen; enge Bögen direkt hinter der Armatur sind zu vermeiden. Als Faustregel gilt: keine Biegung innerhalb der ersten 1,5-fachen Schlauchdurchmesser hinter der Pressung.
Meterware wird in der Regel vor Ort oder im Werk verpresst. Schlauch, Pressfitting und Pressmaschine müssen vom selben System stammen, sonst ist die Verbindung nicht freigegeben. Bosch Rexroth, Hydac und Stauff bieten dazu jeweils geschlossene Programme aus Schlauch, Armatur und Pressdaten. Bei Partbase erhalten Sie die Meterware zusammen mit den passenden Armaturen für eine normgerechte Konfektionierung.