Hydraulik Druck-Filterelemente

Ein Druck-Filterelement Hydraulik ist die austauschbare Filtereinheit in der Druckleitung und schützt Ventile, Sensorik und Aktorik vor Partikeln im Hydrauliköl. Eingesetzt wird es in Industriehydraulik, Mobilhydraulik, Prüfständen und Werkzeugmaschinen, also überall dort, wo nachgelagerte Komponenten besonders empfindlich sind. Bei Partbase finden Sie ein breites Sortiment mit Filterelementen von Stauff, Hydac, Bosch Rexroth und Hengst Filtration in verschiedenen Feinheiten und Bauformen.

Druck-Filterelement Hydraulik im technischen Einsatz

Ein Druck-Filterelement Hydraulik sitzt im Druckfilter direkt nach der Pumpe und filtert das Öl, bevor es zu Ventilen, Servozylindern oder Sensoren weiterläuft. Es nimmt feste Partikel auf, die durch Verschleiß, Restschmutz aus der Montage oder über Dichtungen ins System gelangen. Genau diese Position macht das Filterelement zu einem zentralen Schutzteil im Kreislauf. Im Sortiment von Partbase finden Sie passende Elemente in unterschiedlichen Feinheiten, Bauhöhen und Werkstoffen für Standard- und Hochdruckanwendungen.

Druck-Filterelement Hydraulik: Aufbau und Funktion

Das Druck-Filterelement Hydraulik besteht aus einem Stützgerüst, dem eigentlichen Filtermedium und Endkappen mit Dichtungen. Das Medium ist je nach Anwendung ein Glasfaservlies, ein Papiervlies oder ein Edelstahldrahtgewebe. Die Strömung erfolgt meist von außen nach innen, sodass sich Schmutz an der äußeren Mantelfläche ablagert. Das schützt das Innengewebe und sorgt für eine gleichmäßige Belastung. Wichtig ist die Druckfestigkeit. Das Element muss den vollen Systemdruck aushalten, oft 250 bis 400 bar, und zusätzlich Druckspitzen beim Schalten der Ventile. Daher sind Stützrohre aus Stahl, Sicken im Gewebe und stabile Endkappen entscheidend. Eine zu schwache Konstruktion kollabiert und gibt den Schmutz ungefiltert ins System weiter.

Filterfeinheit und Werkstoffe beim Druck-Filterelement Hydraulik

Die Filterfeinheit wird in Mikrometer angegeben. Typische Werte für ein Druck-Filterelement Hydraulik liegen zwischen 3 und 25 µm bei Glasfaservliesen sowie zwischen 25 und 200 µm bei Drahtgewebe. Feine Vliese kommen zum Einsatz, wenn empfindliche Proportional- oder Servoventile geschützt werden sollen. Drahtgewebe ist robuster, reinigbar und daher eher als Schutzfilter geeignet. Für die Auswahl der richtigen Kombination aus Feinheit und Werkstoff sind mehrere Faktoren maßgeblich: die geforderte Ölreinheitsklasse nach ISO 4406, die Empfindlichkeit der nachgelagerten Komponenten, der zulässige Differenzdruck bei gegebenem Volumenstrom sowie Temperaturbereich und Viskosität des Mediums. Aus diesen Parametern ergibt sich, welche Variante sinnvoll ist. Bei Partbase finden Sie passende Ausführungen von Stauff, Hydac und Hengst Filtration.

Druck-Filterelement Hydraulik richtig auswählen

Maßgeblich für die Auswahl ist immer das Gehäuse, in das das Element eingesetzt wird. Bauhöhe, Außendurchmesser, Dichtungslage und Anschlussform müssen exakt zur Aufnahme passen. Schon wenige Millimeter Abweichung führen zu Bypass und damit zu ungefiltertem Öl im System. In der Praxis bedeutet das: Bestellen Sie immer nach der originalen Elementnummer oder einer geprüften Kreuzreferenz. Hersteller wie Bosch Rexroth, Hydac und Stauff verwenden eigene Bezeichnungssysteme, die Feinheit, Werkstoff und Bauform codieren. Wer ein Element von Hengst Filtration als Ersatz einsetzt, sollte die technischen Datenblätter beider Anbieter abgleichen. Wird die Wartungsanzeige ignoriert, bleibt das Element zu lange im Einsatz, der Differenzdruck steigt, und das Bypass-Ventil im Gehäuse öffnet.

Einsatzgebiete und Wechselintervalle

Ein Druck-Filterelement Hydraulik findet sich in nahezu allen anspruchsvollen Hydrauliksystemen. Typisch sind Werkzeugmaschinen, Pressen, Spritzgießmaschinen, Prüfstände, Mobilhydraulik in Bau- und Landmaschinen sowie hydraulische Antriebe in der Verfahrenstechnik. Überall dort schützt das Element die Druckleitung und alles, was danach kommt. Die Wechselintervalle hängen weniger von festen Stunden ab als vom tatsächlichen Differenzdruck. Üblich ist ein Wechsel, wenn die Wartungsanzeige anspricht, spätestens aber im Rahmen der jährlichen Wartung. Bei stark belasteten Anlagen oder neuer Hydraulik in der Einlaufphase kann der erste Wechsel deutlich früher nötig sein. Ein dokumentierter Wechselrhythmus zahlt sich aus, weil sich Trends bei der Verschmutzung früh erkennen lassen.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einem Druck-Filterelement und einem Rücklauf-Filterelement?

Ein Druck-Filterelement sitzt unter vollem Systemdruck direkt nach der Pumpe und muss entsprechend druckfest konstruiert sein. Ein Rücklauf-Filterelement arbeitet im druckarmen Rücklauf zum Tank und ist für deutlich niedrigere Differenzdrücke ausgelegt. Beide Positionen erfüllen unterschiedliche Schutzfunktionen und sind baulich nicht austauschbar.

Kann ein Druck-Filterelement aus Edelstahldrahtgewebe gereinigt und wiederverwendet werden?

Ja, Elemente aus Edelstahldrahtgewebe lassen sich in der Regel reinigen und mehrfach verwenden. Sie eignen sich vor allem als Schutzfilter für grobe Partikel. Glasfaser- und Papiervliese sind hingegen Einwegelemente, da das Filtermedium beim Reinigen beschädigt wird und die Abscheideleistung dauerhaft verloren geht.

Wie erkenne ich, ob ein Ersatz-Filterelement wirklich zum vorhandenen Gehäuse passt?

Maßgeblich sind Außendurchmesser, Bauhöhe, Dichtungslage und Anschlussform. Diese Maße müssen exakt mit der Gehäuseaufnahme übereinstimmen. Am sichersten ist die Bestellung nach der originalen Elementnummer oder einer geprüften Kreuzreferenz. Technische Datenblätter beider Hersteller sollten vor dem Einsatz eines Alternativelements abgeglichen werden.

Welche Ölreinheitsklasse lässt sich mit einem Druck-Filterelement typischerweise erreichen?

Das hängt von der gewählten Filterfeinheit und dem Ausgangszustand des Öls ab. Mit Glasfaservliesen im Bereich 3 bis 10 µm lassen sich Reinheitsklassen nach ISO 4406 erreichen, die für Proportional- und Servoventile gefordert werden. Gröbere Elemente aus Drahtgewebe sind für weniger empfindliche Systeme ausreichend. Die Vorgaben des Ventilherstellers sind dabei der verlässlichste Orientierungspunkt.

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