SpinOn-Filterelement Hydraulik im Überblick
Im praktischen Betrieb entscheidet das SpinOn-Filterelement Hydraulik darüber, wie sauber das Öl am Pumpenaustritt oder im Rücklauf ankommt. Die Patrone wird direkt auf einen Anschlusskopf geschraubt und lässt sich ohne Werkzeug tauschen. Typische Bauformen unterscheiden sich in Außendurchmesser, Baulänge, Filterfeinheit und Filtermaterial – je nachdem, ob die Patrone im Rücklauf, im Nebenstrom oder auf der Druckseite sitzt. Bei Partbase sind SpinOn-Patronen mehrerer Hersteller gebündelt, sodass sich Original- und Austauschelemente in einer Übersicht vergleichen lassen.
Aufbau und Funktion vom SpinOn-Filterelement Hydraulik
Ein SpinOn-Filterelement Hydraulik besteht aus einem fest verschlossenen Metallgehäuse, einem ringförmig gefalteten Filtermedium und einer integrierten Dichtung am Anschlussgewinde. Im Gegensatz zu offenen Wechselelementen wird die komplette Patrone als Einheit getauscht. Das sternförmig gefaltete Vlies vergrößert die wirksame Filterfläche erheblich. Verunreinigtes Öl strömt von außen nach innen durch das Medium; Partikel bleiben im Vlies zurück, das gereinigte Öl verlässt die Patrone zentral. Papier- und Glasfaservliese sind die gebräuchlichsten Medien. Glasfaservlies erreicht feinere Abscheidegrade und höhere Beta-Werte als Filterpapier und wird daher bevorzugt in Druckfilter-Anwendungen eingesetzt. Die NBR-Dichtung sorgt für einen leckagefreien Sitz am Anschlusskopf, solange das Anzugsdrehmoment eingehalten wird. Diese geschlossene Bauweise reduziert Servicezeit und Kontaminationsrisiko beim Wechsel deutlich.
Wichtige Auswahlkriterien für ein SpinOn-Filterelement Hydraulik
Vor dem Bestellen muss die Patrone zum Filterkopf, zum Volumenstrom und zur geforderten Ölreinheitsklasse passen. Stimmen Anschlussgewinde oder Außenmaße nicht, sitzt die Patrone nicht dicht. Ist die Filterfeinheit zu grob, verfehlt die Anlage die geforderte ISO-4406-Klasse. Für Rücklauffilter reichen häufig 10-µm-Patronen aus Filterpapier; auf der Druckseite oder im Nebenstrom sind Glasfaservliese mit 3 oder 6 µm und hohem Beta-Wert die Regel. Zu prüfen sind außerdem Betriebsdruck, Volumenstrom und Temperaturbereich der Anlage sowie die Verträglichkeit der NBR-Dichtung mit dem eingesetzten Hydraulikmedium.
- Anschlussgewinde und Dichtungsgeometrie passend zum vorhandenen Filterkopf
- Außendurchmesser und Baulänge gemäß Einbausituation
- Filterfeinheit in µm sowie Beta-Wert für die geforderte Ölreinheit nach ISO 4406
- Filtermaterial: Filterpapier für Rücklauf-Standardanwendungen, Glasfaservlies für Druck- und Nebenstromfiltration
- Betriebsdruck, Volumenstrom und Temperaturbereich der Hydraulikanlage
- Verträglichkeit der NBR-Dichtung mit dem eingesetzten Hydraulikmedium
Typische Bauformen und Filterfeinheiten beim SpinOn-Filterelement Hydraulik
SpinOn-Patronen für die Hydraulik werden in mehreren Baugrößen angeboten. Außendurchmesser zwischen etwa 90 mm und 145 mm sind verbreitet, Baulängen reichen typischerweise von rund 140 mm bis über 280 mm. Damit lassen sich kleine Aggregate ebenso bestücken wie größere Industrieanlagen. Bei der Feinheit sind 3, 6 und 10 µm gängige Klassen. Filterpapier wird häufig für 10-µm-Anwendungen genutzt, Glasfaservlies ist Standard für feinere Stufen mit hohem Beta-Wert. Die folgende Übersicht zeigt typische Kombinationen aus dem Partbase-Sortiment.
Filterfeinheit | Material | Außen-Ø (mm) | Baulänge (mm) | Beta-Wert |
|---|---|---|---|---|
10 µm | Filterpapier | 93–95 | 144–147 | >2 |
10 µm | Filterpapier | 128 | 168 | >2 |
6 µm | Glasfaservlies | 132 | 226 | >200 |
3 µm | Glasfaservlies | 128 | ca. 278 | >200 |
Einbau, Wechselintervalle und Sortiment bei Partbase
Im Servicefall wird das alte SpinOn-Filterelement Hydraulik abgeschraubt und durch eine neue Patrone mit identischen Maßen und Anschlusswerten ersetzt. Vor dem Aufschrauben empfiehlt es sich, die Dichtfläche zu reinigen und die NBR-Dichtung leicht mit sauberem Hydrauliköl zu benetzen. Das Wechselintervall richtet sich nach Differenzdruckanzeige, Betriebsstunden und der gemessenen Ölreinheit. Bei stark beanspruchten Anlagen ist eine Ölanalyse sinnvoller als ein starrer Zeitplan. Im Sortiment finden Sie SpinOn-Patronen schwerpunktmäßig von Stauff und Hengst Filtration; ergänzend lassen sich Komponenten der Hydraulikperipherie von Bosch Rexroth, Hydac oder Hawe kombinieren. Bei unklarer Zuordnung anhand der Altpatrone hilft das Partbase-Team mit der Identifikation über Außenmaße, Feinheit und Dichtungsausführung weiter.












