Saug-Filterelement Hydraulik im Überblick
Das Saug-Filterelement Hydraulik sitzt direkt vor der Pumpe und hält grobe Verunreinigungen aus dem Tank zurück, bevor das Öl in den Druckkreis gelangt. Damit reduziert es Verschleiß an Kolben, Steuerflächen und Ventilen. Typisch sind Feinheiten von etwa 10 bis 125 µm, je nach Pumpenart und Ölzustand. Im Partbase-Sortiment sind passende Elemente von Hydac und Hengst Filtration mit unterschiedlichen Anschlussmaßen, Bypass-Ventilen und Dichtungen in NBR oder FKM verfügbar.
Aufgabe und Funktion vom Saug-Filterelement Hydraulik
Das Saug-Filterelement Hydraulik arbeitet auf der Saugseite zwischen Tank und Pumpe. Es soll grobe Partikel zurückhalten, ohne den Saugdruck stark zu reduzieren. Deshalb sind die Feinheiten gröber als bei Druck- oder Rücklauffiltern, meist im Bereich 10 bis 125 µm. Das Öl strömt von außen nach innen durch das Filtermedium, üblich sind Drahtgewebe, Glasfaser oder harzgetränktes Papier. Ein zu feines Element führt zu Kavitation an der Pumpe, ein zu grobes lässt schädliche Partikel passieren. Viele Ausführungen haben ein Bypass-Ventil, das bei kaltem Öl oder steigender Verschmutzung öffnet. So bleibt die Ölversorgung erhalten, auch wenn das Element belastet ist. Das Saug-Filterelement ersetzt keinen Rücklauf- oder Druckfilter, sondern ergänzt ihn als Schutzstufe direkt vor der Pumpe.
Bauformen: Saug-Filterelement Hydraulik für Tank- und Leitungseinbau
In der Praxis unterscheidet man zwei Hauptbauformen, die sich in Einbauort, Filtermedium und Wartungsaufwand unterscheiden. Saugkörbe oder Tauchfilter werden direkt im Tank am Sauganschluss montiert. Sie bestehen meist aus robustem Drahtgewebe mit Feinheiten von 90 bis 125 µm und sind auf einfache Reinigung ausgelegt. Patronen-Saugfilter sitzen dagegen in einem Gehäuse in der Saugleitung und nutzen austauschbare Filterelemente aus harzgetränktem Papier oder Glasfaser, die feinere Abscheidung bis 10 µm ermöglichen. Welche Bauform passt, hängt vom Tankaufbau, dem Nenndurchfluss und dem zulässigen Saugwiderstand ab. Beide Varianten sind mit oder ohne integriertes Bypass-Ventil erhältlich; bei Anlagen mit häufigem Kaltstart ist das Bypass-Ventil in der Regel sinnvoll.
- Tankeinbau: Saugkorb mit Drahtgewebe, meist 90 bis 125 µm
- Leitungseinbau: Patronengehäuse mit austauschbarem Element, 10 bis 25 µm
- Mit oder ohne integriertes Bypass-Ventil, typisch 0,2 bis 0,3 bar Öffnungsdruck
- Optional mit Verschmutzungsanzeige für Wartungsplanung
Das passende Saug-Filterelement Hydraulik auswählen
Für die Auswahl zählen mehrere Kennwerte. An erster Stelle steht der Nenndurchfluss in Litern pro Minute, abgestimmt auf die Pumpe und die Ölviskosität bei Kaltstart. Danach folgt die Filterfeinheit, üblich sind 10, 15, 25 oder 90 µm. Der Dichtungswerkstoff muss zum Medium passen, NBR für Mineralöl, FKM für hohe Temperaturen oder schwerentflammbare Flüssigkeiten. Auch der Anschluss spielt eine Rolle, beispielsweise G3/4, G1 oder G1¼ bei Leitungsfiltern. Wer ein vorhandenes Element ersetzt, orientiert sich an der Originalnummer des Herstellers. Im Partbase-Katalog finden Sie unter anderem Hydac-Elemente mit NBR-Dichtung in 10 und 15 µm sowie passende Alternativen von Hengst Filtration. Bei Unsicherheit empfiehlt sich ein Abgleich von Bauhöhe, Außendurchmesser und Endkappen, denn diese Maße entscheiden über die Austauschbarkeit.
Einbau, Wechsel und Wartung am Saug-Filterelement Hydraulik
Der Wechsel erfolgt bei stillgelegter Anlage und drucklosem Tank. Vor dem Öffnen des Filtergehäuses oder des Tankdeckels sollte das Öl abgekühlt sein, um Verbrennungen und Ausgasen zu vermeiden. Beim Einsetzen darauf achten, dass die Dichtung sauber, unbeschädigt und korrekt positioniert ist. Ein verkantet eingebautes Saug-Filterelement zieht Falschluft, was zu schäumendem Öl und Kavitation führt. Die Wechselintervalle richten sich nach Betriebsstunden, Ölanalyse oder Anzeige der Verschmutzungsanzeige. In rauen Umgebungen, etwa bei mobilen Arbeitsmaschinen, sind kürzere Intervalle sinnvoll. Nach dem Einbau das System entlüften und den Saugdruck prüfen. Ein deutlich erhöhter Unterdruck deutet auf ein zu feines, falsch dimensioniertes oder bereits zugesetztes Element hin.

















































